Vom aktiven Springer zum Organisator

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Trampolin: Melderekord zum 20. Barmstedt-Cup

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08. Februar 2019, 16:00 Uhr

Gerade erst hat Kai Kleingünther einen alten Zeitungsartikel herausgekramt. Thema: sein dritter Platz beim 5. Barmstedt-Cup. Neun Jahre war er damals – 1999 – alt und stand noch ziemlich am Beginn seiner sportlichen Laufbahn als Trampolinspringer.

20 Jahre später springt Kai Kleingünther immer noch – aber nur, wenn er dem aktuellen Nachwuchs mal einen Vorturnen will. Eigentlich ist er Trainer und auch Kampfrichter – vor allem aber bildet er zusammen mit Rebekka Pünner und Florian Lienau das Organisationskomitee für den 20. Barmstedt Cup am Sonnabend, 9. Februar, in der Barmstedter Sporthalle Schulstraße. Das Trio steht nicht allein vor dieser großen Aufgabe. „Insgesamt sind wir 50 Helfer“, zählt Kleingünther auf. Materielle Unterstützung kommt von befreundeten Vereinen wie dem SC Itzehoe oder dem TSV Satrup in Form von Trampolinen und Messgeräten, mit denen für die Wertung die Zeit der Springer in der Luft erfasst wird.

Als der 29-Jährige noch selbst wettkampfmäßig sprang, gab es diese automatisierte Unterstützung der Wertungsrichter noch nicht und der Barmstedt-Cup war ein reiner Nachwuchswettbewerb. Sonnabend besteht zum zweiten Mal nach 2018 die Möglichkeit, sich in der Schusterstadt für die Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren. Das zieht: Zum Meldeschluss lagen 222 Nennungen aus 33 Vereinen vor. Das ist ein neuer Rekord und macht den Barmstedt-Cup nach Angaben des Veranstalters zum zweitgrößten Turnier in Schleswig-Holstein hinter dem Ostsee-Pokal in Sörup bei Flensburg.

„Etwa zwei Drittel turnt beim Nachwuchs, ein Drittel die Quali-Wettkämpfe“, sagt der sowohl bei seinem Stammverein als auch im schleswig-holsteinischen Landesverband als Trainer aktive Kleingünther. Er weiß aber aus der Erfahrung heraus auch, dass es einige kurzfristige Absagen geben wird – zum Beispiel wegen Verletzungen.

Von letzteren, hofft er natürlich, bleiben die 15 Starter des Gastgebers verschont. Dort räumen er und Trainerin Elke Starr der zwölf Jahre alten Imani Saprautzki beste Chancen auf einen Platz ganz vorne in ihrer Altersklasse der Schülerinnen 1 ein – verbunden mit dem Ticket für die Deutschen Meisterschaften. Einen nationalen Titel darf das Trampolin-Talent bereits ihr Eigen nennen: den auf dem Doppel-Mini-Tramp, errungen wenige Wochen nach dem 19. Barmstedt-Cup 2018. Wie Kai Kleingünther hat Imani Saprautzki bereits im Alter von neun Jahren beim Barmstedt-Cup geturnt.

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