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Handball : Viel Lob von allen Seiten

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ellerbeker Herren gewinnen Vorbereitungsturnier in Schwerin / Kader nimmt Form an / Wer ersetzt Krügel?

Wer sich schon Sorgen um die Handball-Männer des TSV Ellerbek in der kommenden Serie in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein gemacht hat, kann nach dem ersten Vorberei-tungsturnier in Schwerin aufatmen. Das Team von Trainer Michael Bollhöfer gewann den Raiffeisenbank-Cup 2014 der SG Banzkow-Leezen durch ein 15:13 im Finale (2x20 Minu-ten) gegen den höherklassigen VfL Fredenbeck (3. Liga).

„Wir haben Lob von allen Seiten bekommen als die spielerisch beste Mannschaft“, sagte Coach Bollhöfer stolz und freute sich über das Urteil verschiedener Kollegen. Dabei hatte er noch auf die Stamm-kräfte Niklas Weller (bis Dezember in Australien), Tarek Fejry, Michael Schlesselmann und Olaf Levin (alle Urlaub) verzichten müssen und seinen Kader erst seit einer Woche wieder im Training zur zweiten Vorbereitungsphase. „Die Jungs haben enorm an sich gearbeitet und sich im Verlauf des Turniers in Abwehr und Angriff gesteigert“, lobte Bollhöfer.

Zweifel, ob die Ellerbeker das hohe Niveau der Vorsaison (3. Platz) nach den Abgängen von Torwart Florian Knust (SV Beckdorf), Spielgestalter Till Krügel (Trainer TuS Esingen-A-Jugend) und Rechtsaußen Laurids von der Lancken (Studium) werden halten können, erwiesen sich zumindest in Schwerin als unbegründet. Obwohl dem TSV an beiden Tagen nur sieben Spieler des Oberliga-Kaders zur Verfügung standen und Tobias Letzner und George Lordos (2. Mannschaft) „aushalfen“, erwiesen sich die Ellerbeker als solide Einheit. In der Abwehr bewährte sich Matthias Menzel im Mittelblock der 6:0-Formation mit Christopher Behre oder Dennis Lißner. Und der neue Rückraumschütze, Linkshänder Bennet Kretschmer (SG Wift Neumünster), bewies, dass er auf der Halbposition auch als Deckungsspieler taugt.

Auch das Ellerbeker Angriffsspiel scheint nichts von seiner Qualität eingebüßt zu haben, obwohl die individuelle Stärke eines Till Krügel künftig fehlen wird. „Wir haben unsere Auslösehandlungen beibehal-ten, setzen aber nun andere Schwerpunkte“, erklärte Trainer Bollhöfer. Seine Crew verfügt nun durch Kretschmer, den zweitbesten Torschützen in der Serie 2012/13, und den verbesserten Tim Blunck (spielte nur am Finaltag) über mehr Durchschlagskraft im rechten Rückraum.

Diese neue Qualität schlug allerdings erst am zweiten Turniertag voll zu Buche. In der Gruppenphase (3x20 Minuten) hatte man zwar den SV Eberswalde (OL Ostsee-Spree) mit 26:23 bezwungen, gegen den VfL Fredenbeck aber eine 26:32-Niederlage hinnehmen müssen. „Die Mannschaft hat aus der Videoanalyse am Abend gelernt, das Rückzugsverhalten verbessert, in der Deckung mehr zugepackt und im Angriff taktisch klüger gespielt“, fasste Bollhöfer zusammen.

Aufgrund dieser Steigerung gelang Ellerbek der Einzug ins Finale durch ein 17:14 über den ATSV Habenhausen (OL Niedersachen/Bremen). „Damit hatten wir unser Ziel erreicht“, sagte Bollhöfer. „Der Rest war Spaß und Lockerheit.“ Und dieser Spielfreude hatten auch die athletisch stärkeren Fredenbecker nicht genug entgegenzusetzen.

„Wir haben in Schwerin mit hohem läuferischen Aufwand gespielt und in der Abwehr viel Einsatz gezeigt. Das war am Limit“, sagte der TSV-Trainer. Auf der Rückfahrt im Bus am Sonntag hätten die meisten Spieler schon nach zehn Minuten geschlafen. „Insofern ist es wichtig, dass wir in der Saison den vollständigen Kader beisammen haben, um uns ausreichend regenerieren zu können“, sagte Bollhöfer. Dass sich Linksaußen Tobias Letzner als gute Alternative empfahl und George Lordos am Kreis gute Ansätze zeigte, stimmten den Coach deshalb optimistisch. „Die beiden kann ich bei Bedarf ebenso einbauen wie Außen Ole Kludzuweit.“

Noch mehr Eindrücke für die nächsten Wochen gewann Bollhöfer am Donnerstag beim SV Beckdorf (3. Liga Nord, Niederlage), weitere Fingerzeige erhofft er sich beim heutigen Turnier des Lauenburger SV. Beim dortigen Salzstraßen-Cup (Spielzeit: 1x25 Minuten) trifft Ellerbek als Pokalverteidiger in der Vorrunde auf die klassenniederen AMTV Hamburg (10.30 Uhr), die SG Union Oldesloe (11.30), den SC Alstertal-Langenhorn (12.30) und Oberliga-Absteiger SG Hamburg-Nord (13.30). „Da wir weiterhin mit kleinem Kader klarkommen müssen, sind die Aufgaben schwer genug“, sagte der TSV-Coach.

>www.LSV-Handballzone.de




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