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Fußball-Verbandsliga : VfR Horst schmeißt Lühmann raus

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Überraschende Trennung nach zweieinhalb Jahren am Dienstagabend. Der bisherige Co-Trainer Frank Schlüter übernimmt die Betreuung.

Der VfR Horst hat nicht immer schön gespielt, auch nicht immer erfolgreich, aber die Südsteinburger Fußballer stehen in der Verbandsliga Süd-West immer noch auf Tabellenrang zwei hinter dem um zehn Punkte enteilten TSV Lägerdorf. Mit dem Aufstieg in die Schleswig-Holstein-Liga, mal mehr oder weniger laut geäußerter Wunsch (fast) aller Verantwortlichen im Sportzentrum an der Heisterender Chaussee, wird es also im Sommer aller Wahrscheinlichkeit nach nichts werden.

Gestern Morgen nun flatterte den Redaktionen eine wenige Sätze umfassende Pressemitteilung ins Haus. Der Inhalt: Der Verein trennt sich unmittelbar nach dem 3:1-Testspielerfolg über den Hamburger Oberligisten VfL Pinneberg – mit dem früheren Horster Thorben Reibe als Trainer – vom VfR-Übungsleiter Lars Lühmann. „Wir haben in zahlreichen Gesprächen lange mit uns gerungen, weil Lars in seiner gesamten Amtszeit eine sehr gute Arbeit geleistet hat“, heißt es in der von Pressesprecher Marcel Mundt unterzeichneten E-Mail.

Die liest sich auch im Übrigen wie ein einziges Loblied auf Lühmann, der im Sommer 2013 zum VfR Horst gestoßen war. Da ist die Rede von einem „unglaublich kompetenten und engagierten Trainer“, der „Maßstäbe gesetzt“ habe. „Wir hatten das Glück, Lars jahrelang in unseren Reihen zu haben, und konnten im kompletten Verein von ihm profitieren“, schließt Mundt.

Die Einschränkung zu verkünden, blieb dann auf Nachfrage dem Vereinsvorsitzenden Marc Stratmann vorbehalten: Die nächste Spielzeit, so hätten es die Gespräche in den vergangenen Wochen ergeben, wollte man ohnehin ohne Lühmann planen. „Deshalb haben wir uns jetzt für den Neuanfang vor der Rückrunde entschieden“, sagte er. „Wir wollten ein Zeichen setzen, weil wir jetzt in die Gespräche für die nächste Saison gehen“, so der VfR-Boss, der damit besonders auf die Verhandlungen mit potenziellen Neuzugängen, aber auch mit den aktuellen Spielern einging. Das Umfeld habe Klarheit haben wollen.

Mitgeteilt wurde Lühmann diese Entscheidung am späten Dienstagabend. Zuvor hatte er noch das Testspiel des VfR gegen den VfL Pinneberg 3:1 nach Toren von Michel Gorny (12.) und Jan Behrendt (55., 78.) gewonnen. Unmittelbar nach Abpfiff hatte Lühmann, drei Tage nach dem 1:8-Debakel gegen den BSC Brunsbüttel, noch optimistisch geklungen: „Das war schon wieder eine ganz andere Körpersprache. Meine Mannschaft war sehr viel frischer und agiler“, sagte er noch ohne dem Wissen, dass er wenig später entlassen würde.

Dennoch gab es auch von Lühmann kaum ein böses Wort. Er habe eine schöne und erfolgreiche Zeit in Horst gehabt. Selbst für diese Saison sei das Ziel Aufstieg für ihn nicht abgehakt gewesen. Lühmann: „Ich hatte mir mit meinem Co-Trainer Frank Schlüter zusammen für die Rückrunde noch eine Menge vorgenommen. Von daher ist es schade, dass ich diesen Weg nicht weitergehen kann.“

Die Betreuung der Mannschaft übernimmt vorerst der bisherige Horster Co-Trainer, den Lühmann zu Saisonbeginn nach Horst gelotst hatte. Ob es bei einem viermonatigen Engagement Schlüters bleibt oder die Zusammenarbeit über den Sommer hinaus fortgesetzt wird, soll nach Stratmanns Worten kurzfristig entschieden werden. Erstes Testspiel für Schlüter auf der Bank ist morgen, Freitag, die Auswärtspartie beim Kreisligisten Itzehoer SV (19.30 Uhr, Lehmwold). Die Verbandsligasaison beginnt für den VfR erst am Sonntag, 28. Februar, bei Fetihspor Kaltenkirchen.

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erstellt am 04.Feb.2016 | 16:00 Uhr

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