Fussball-Verbandsliga : VfR Horst kann doch siegen

Der Horster Neuzugang Wanja Petersen erzielte seine ersten drei Saisontore im neuen Trikot.
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Der Horster Neuzugang Wanja Petersen erzielte seine ersten drei Saisontore im neuen Trikot.

Dreierpack von Petersen stürzt Tabellenführer SV Henstedt-Ulzburg

shz.de von
22. August 2016, 16:00 Uhr

Sieben fehlende designierte Stammspieler, der Schleswig-Holstein-Liga-Absteiger SV Henstedt-Ulzburg als Gastgeber und dann das: Der VfR Horst gewinnt sein erstes Verbandsligaspiel in dieser Saison. Dreifacher Torschütze der Südsteinburger beim 5:3 (4:3)-Auswärtserfolg war Wanja Petersen.

Mann des Spiels war aber aus Sicht von Horst Fußballobmann Daniel Fischer einer, der sonst in der eigenen zweiten Mannschaft (Kreisklasse A Steinburg) kickt: Tobias Meseck füllte die Zehner-Position aus, als würde er sonst nichts anderes machen. Praktisch jeder Ball fand seinen Mitspieler. „Er hat wirklich ein Riesen-Spiel gemacht. Er wäre sicherlich Spieler des Tages, wenn nicht Wanja Petersen drei Tore erzielt hätte“, lobte Fischer.

Der vom Kreisligisten Fortuna Glückstadt gekommene Horster Neuzugang hatte das muntere Scheibenschießen bereits in der sechsten Minute eröffnet. Als Mirco Bassitta und René Schröder binnen einer Viertelstunde gar auf 3:0 für die Schwarz-Weißen erhöhten, wähnten sie sich schon früh auf der Siegerstraße.

Doch so einfach war es nicht. Der bisherige Tabellenführer HU kam auf 2:3 heran, René Lemke verhinderte mit einer Glanztat den möglichen Ausgleich. Den erneuten Zwei-Tore-Vorsprung der Gäste durch Petersen konterten die Hausherren, die nach einer Gelb-Roten Karte aber der 40. Minute in Unterzahl waren, in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit auf 3:4.

Der zweite Durchgang war dann weniger spektakulär. Henstedt-Ulzburg mühte sich, Horst konterte und hatte das Geschehen nach Fischers Geschmack weitgehend im Griff. Als Wanja Petersen in der 68. Minute einen langen Ball gut abschirmte und letztlich zum 5:3 verwandelte, vermochte der Gastgeber nicht mehr nachzulegen.

Der VfR feierte nach zwei 1:4-Pleiten seinen ersten Verbandsligasieg dieser Saison. „Das war bei den Ausfällen, die wir zu verkraften hatten, eine richtig starke Leistung“, lobte Fischer, dessen Namensvetter Michael Fischer als Trainer in der kommenden Woche darauf zu achten hat, dass nicht erneut die Euphorie – wie nach dem Erfolg im Kreispokal – mit seinem Team durchgeht.

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