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Fußball-Landesliga : VfR Horst droht mit Wechsel zum Hamburger Verband

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Geschlossen haben die Vorsitzenden bzw. Fußballobmänner der Vereine FC Reher/Puls, VfL Kellinghusen, BSC Brunsbüttel und VfR Horst beim Schleswig-Holsteinischen Fußball-Verband (SHFV) Protest gegen die Einteilung ihrer Klubs in die künftige Landesliga Holstein (unsere Zeitung berichtete) eingelegt. Die Vertreter fassten diesen Beschluss während einer Zusammenkunft am Sonnabend in Kellinghusen.

Der VfR Horst geht sogar noch einen Schritt weiter: Dessen Präsident Marc Stratmann (Foto) kündigt in einer E-Mail an den SHFV-Vorsitzenden Ludwig Meyer an, sich zur Spielserie 2018/19 „einem anderen Verband“ anzuschließen, sollte der Protest keinen Erfolg haben. Gemeint sein kann nur der Hamburger Fußball-Verband (HFV). „Ich hoffen auf ein Einlenken des Präsidiums im SHFV“, schließt Stratmann die nur zwei Sätze umfassende Nachricht.

Hintergrund ist die am 28. Juni veröffentlichte Staffeleinteilung des SHFV für die neu eingeführte Landesliga, die aus zwei Gruppen besteht. In dieser sind die vier Klubs aus den Kreisen Steinburg und Dithmarschen der Südstaffel Holstein zugeschlagen worden. In der zehn Tage davor publik gemachten vorläufigen Einteilung des Spielausschusses war das Quartett noch der Schleswig-Gruppe (Nord) zugeteilt worden. Als Möglichkeit stand damals lediglich ein Tausch mit den Vereinen Heikendorfer SV, TSG Concoria Schönkirchen, TSV Klausdorf und TSV Bordesholm. Ein solcher Wunsch hätte, so hieß es vor zwei Wochen, schriftlich mitgeteilt werden müssen. Dazu stellen nun die West-Vertreter fest: „Keiner der Vereine ist mit einem Wechselwunsch an einen der beteiligten Vereine herangetreten.“

Formal zweifelt die West-Runde um Marc Stratmann die Rechtmäßigkeit des Eingriffs des SHFV-Vorstandes an, den Vorschlag des Spielausschusses zu kippen


Offizieller Protest ja,
Boykott nein


und stattdessen die von einer zu Rate gezogenen Computer-Software erstellten Einteilung als endgültig zu erklären. „Die Vereine sprechen dem Vorstand des SHFV das Recht für den Eingriff in die Staffeleinteilung ab. Laut Spielordnung §5 Absatz 9 obliegt die Staffeleinteilung ausschließlich dem Spielausschuss. Ein Grundlage für einen solchen Eingriff ist in der Spielordnung nicht zu finden“, heißt es dazu im Schreiben an den SHFV. Sollte nicht die vom Spielausschuss favorisierte Einteilung der West-Vereine ist die Staffel Schleswig erfolgen, behalte man sich eine Klage vor dem Sportgericht vor.

Vom Tisch ist hingegen der aufgekommene Vorschlag, die Saison in Gänze zu boykottieren. „Wir werden 2017/18 dort spielen, wo wir eingeteilt werden“, so Stratmann, „anderes könnten wir nicht verantworten.“

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erstellt am 03.Jul.2017 | 16:00 Uhr

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