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Fussball-Oberliga : VfL „wie Algerien“ – welches Team ist variabler?

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Heckt Pinnebergs Trainer Fischer zum Derby eine besondere Taktik aus? – HR vertraut auch auswärts auf Offensivstärke

shz.de von
erstellt am 05.Sep.2014 | 14:00 Uhr

Ist das nur das übliche Taktik-Geplänkel vor einem Derby, um den Gegner zu verwirren, oder hat sich Michael Fischer, Trainer des Fußball-Oberligisten VfL Pinneberg, für das Spiel gegen die SV Halstenbek-Rellingen etwas ganz Besonderes ausgedacht?

„Wir wollen wie Algerien bei der WM gegen die Deutschen spielen“, sagt Fischer mit einem Schmunzeln auf dem Gesicht und kündigt zudem „zwei Überraschungen in der Startelf“ an. Die Algerier hatten die DFB-Elf mit ihrer Kompaktheit und ihren überfallartigen Kontern entnervt und bis in die Verlängerung gezwungen (2:1 n.V.). Fischer plant in der Rückwärtsbewegung mit einem 4-5-1-System, also praktisch mit neun defensiv arbeitenden Spielern zu agieren, um dann bei Ballgewinn blitzschnell in ein 3-5-2-System übergehen und wie gegen Condor und Altona frühzeitig zuschlagen zu können. „Möglich ist alles, wir sind taktisch sehr variabel“, so der VfL-Trainer vielsagend.

Ob er sein Pendant, HR-Coach Thomas Bliemeister, damit überraschen kann? Schließlich kennt der den Gegner aus dem Effeff. Bliemeister beobachtete den VfL zuletzt bei dessen 5:2-Heimsieg über Condor, sagt: „Im Prinzip kennen sich beide Teams sehr gut, ich denke also nicht, dass man sich gegenseitig noch groß taktisch überraschen kann.“

Der 58-Jährige glaubt deshalb auch nicht, dass es ein großer Vorteil für sein Team sein wird, dass es aus vielen Neuzugängen besteht, die beim Gegner weitgehend unbekannt sind: „Der VfL hat uns schließlich beim Hass+Hatje-Cup gesehen.“ Taktische Überraschungen wird man von HR kaum erwarten können. „Wir haben eine offensive Spielphilosophie verinnerlicht, haben schon beim SC Victoria (5:2, d.Red.) bewiesen, dass wir auswärts Tore schießen können. Das ist unsere Mentalität, aber natürlich werden wir nicht ins offene Messer laufen“, so Bliemeister. Bis auf die Verletzten Tim Jeske (VfL) sowie Timo Wieckhoff, Sebastian Krabbes und Vincent Ermisch (HR) haben beide Trainer alle Mann an Bord.

„Wir können von der Bank aus reagieren, jederzeit nahezu gleichwertige Akteure einwechseln“, weiß Bliemeister und ergänzt: „Das ist eine Stärke, die ich aber auch beim VfL sehe.“ Der Respekt ist groß, die Marschroute klar: „Wir fahren zum VfL, um zu gewinnen. Dieses Derby ist für uns wichtig und wir werden es nicht bagatellisieren“, sagt Bliemeister, der sich auch wünscht, dass nur der Sport im Vordergrund steht: „Bei den letzten Derbys gab es viel Drumherum, das ist für mich nicht so wichtig.“ Wer ist variabler, wessen Taktik setzt sich am Ende durch und wer wird (vorerst) die Nummer eins im Kreis? Fragen, die heute Abend an der Fahltsweide beantwortet werden.

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