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VfL-Vorstand Kirsch: „Fischer hat sich zum Positiven verändert“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 16.Dez.2013 | 16:00 Uhr

Es war ein turbulentes Jahr für die Oberliga-Fußballer des VfL Pinneberg. Im Mai verhinderten sie nur knapp den Abstieg in die Landesliga, nun sind sie Tabellenfünter der höchsten Hamburger Spielklasse und blicken auf eine erfolgreiche Hinserie der aktuellen Spielzeit zurück – trotz des jüngsten Ausscheidens aus dem Oddset-Pokal in Sasel. Der Vereinsvorstand entschied sich dafür, mit Trainer Michael Fischer zu verlängern.

Manfred Kirsch (58)

aus dem VfL-Fußballvorstand erklärt im Kurz-Interview warum, blickt auf die vergangenen Monate zurück und gibt einen Ausblick ins Jahr 2014.

Herr Kirsch, wie kam es zur Vertragsverlängerung mit Trainer Fischer?

Manfred Kirsch: Ehrlich gesagt geschah das ganz spontan und unverhofft. Wir saßen genau vor einer Woche zusammen, um Grundsätzliches für das neue Jahr zu besprechen. Dann sagte ich in einem Nebensatz, dass ich mir langfristig vorstellen kann, mit Michael zu verlängern – und er sagte spontan zu. Ganz einfach. Am Mittwoch nach dem Pokalspiel haben wir es dann der Mannschaft verkündet.

Wie hat die es aufgenommen?

Kirsch: Trotz der bitteren Niederlage (2:3 n.V., d.Red.) gab es von den Spielern spontanen Applaus in der Kabine.

Das sah vor etwa einem Jahr noch ganz anders aus. . .
Kirsch: Das ist leider wahr. Die Stimmung in der Mannschaft war damals bei weitem nicht so gut, was natürlich auch mit den mäßigen sportlichen Ergebnissen zusammenhing.

Aber auch mit Fischer. Nicht alle Spieler waren einverstanden mit ihm und seinen Entscheidungen.

Kirsch: Ja. Wir vom Vorstand waren damals nicht konsequent genug, hätten drei bis vier Spieler suspendieren müssen. Wir lassen uns nicht von den Spielern vorschreiben, wer bei uns Trainer ist und wer nicht.
Die Kritik dieser Gruppe von Spielern am Trainer kam ja aber nicht von ungefähr. War sie zum Teil berechtigt?

Kirsch: Michael ist ein sehr emotionaler Typ, der im positiven Sinne fußballverrückt ist. Aber manchmal schießt er in seinem Engagement und in seiner Emotionalität übers Ziel hinaus. Das haben wir ihm damals auch gesagt und ihm ans Herz gelegt, einiges zu überdenken. Er hat sich seither zum Positiven verändert. Dennoch war die Kritik sowie das Vorgehen besagter Spieler in der damaligen Situation völlig unangebracht.

Sie sind also voll von Fischers Arbeit überzeugt?

Kirsch: Ja, er hat eine neue Mannschaft zusammengestellt, die gut funktioniert und er steht hinter dem Verein.

Planen Sie Neuzugänge im Winter?

Kirsch: Nein, unser Kader ist groß genug. Wir planen aber, den Fußballvorstand von aktuell zwei, auf drei Personen zu vergrößern, damit Konrad Kosmalla (Bereich Finanzen, d. Red.) und ich (Sport) noch Unterstützung erhalten – einen Namen kann ich noch nicht verkünden, die Person soll aber als Ansprechpartner für die Stadt und den Hauptverein fungieren.




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