Fussball-Oberliga : VfL verbucht Teilerfolg in Wedel

Der Herr der Lüfte: VfL-Verteidiger Arend Müller (re.) brachte die Gäste per Kopf mit 1:0 in Führung.
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Der Herr der Lüfte: VfL-Verteidiger Arend Müller (re.) brachte die Gäste per Kopf mit 1:0 in Führung.

Großkopf-Elf gleicht zweimal nach Rückstand aus / Innenverteidiger Müller lobt Zusammenhalt in Pinneberg

shz.de von
23. Oktober 2017, 16:00 Uhr

Beim VfL Pinneberg wussten sie zuerst nicht so richtig, wie sie das Derby im Elbestadion einordnen sollten. „Freut euch doch mal“, rief Verteidiger Madjid Albry in den Mannschaftskreis nach Spielende. Die abstiegsbedrohten Fußballer des VfL hatten beim leicht favorisierten Lokalnachbarn Wedeler TSV zwar einen Punkt geholt, aber auch zweimal eine Führung aus der Hand gegeben.

Für Arend Müller überwog nach dem 2:2 (1:1) das Positive. „Das war eine sehr geile Teamleistung, vom ersten bis zum letzten Mann. Genauso soll das auch sein“, sagte der VfL-Verteidiger.

Müller selbst hatte mit seiner Leistung einen nicht unwesentlichen Anteil an der Punkteteilung am gestrigen Sonntag. Nach einer Viertelstunde war der Abwehrspieler bei einer Standardsituation mit aufgerückt und hatte das 1:0 per Kopf erzielt. Dass die Gastgeber unmittelbar nach jenem Führungstreffer durch einen strammen Abschluss von Jan Eggers zum Ausgleich kamen (22.), empfand Müller zwar als „ärgerlich“, er lobte jedoch die Moral. „Wir haben auch nach den Gegentoren nicht die Köpfe hängen lassen und weiter nach vorne gespielt. Das hat in den letzten Wochen gefehlt“, so Müller.

In der zweiten Halbzeit wiederholte sich das Bild. VfL-Stürmer Marcel Uitz sorgte für das schnelle 2:1 (47.), Wedel-Joker Marcus Richter glich zum Endstand aus (81.). Obwohl der WTSV somit zumindest spät eine Derby-Pleite abwenden konnte, war die Laune nicht wirklich gut im Lager der Gastgeber. Trainer Jörn Großkopf wollte kein Statement abgeben, Thorsten Zessin aus dem Fußball-Vorstand haderte: „Wir konnten unsere spielerischen Qualitäten nicht wie erhofft zur Geltung bringen.“

So ging dann irgendwie doch der VfL Pinneberg, der zweimal eine Führung aus der Hand gegeben hatte und weiterhin nur wegen der besseren Tordifferenz gegenüber dem SC V/W Billstedt hauchdünn vor einem Abstiegsplatz steht, als moralischer Sieger aus der Partie hervor.

„Der VfL hat eine starke Mannschaft vom Charakter her. So etwas habe ich bisher noch nicht erlebt. Das ist hier ein richtiges Team“, erklärte Müller mit einer gewissen Portion Stolz in der Stimme. „Ich wünsche mir, dass wir frühzeitig von den Abstiegsplätzen wegkommen.“ Wenn der VfL so weitermacht wie am gestrigen Nachmittag in Wedel, dürfte Müllers Wunsch in Erfüllung gehen.

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