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Fußball : VfL Pinneberg und FC Itzehoe buhlen um Thorben Reibe

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Mit Zahlen kennt sich Thorben Reibe aus. Der 31-Jährige ist Finanzbeamter. Bei der bevorstehenden Entscheidung geht es dem Oberliga-Fußballer allerdings nicht ums Geld, sie ist vielmehr emotionaler Natur: Wechselt er vom FC Elmshorn zu seinem Ex-Klub VfL Pinneberg oder seinem Heimatverein, dem SH-Verbandsligisten FC Itzehoe?

Ein lukratives Angebot des Oberliga-Aufsteigers SV Blankenese habe Reibe bereits ausgeschlagen, ebenso eine Offerte vom Niendorfer TSV, dessen Neu-Trainer Vahid Hashemian ein Auge auf den Rotschopf geworfen hatte. „Thorben weiß natürlich um seinen Marktwert und auch um seine Fähigkeiten, aber es geht ihm bei einem Wechsel nicht primär ums Geld“, sagt Konrad Kosmalla aus dem Fußballvorstand des VfL Pinneberg, der gestern stündlich auf den Anruf des ehemaligen Pinnebergers (von 2010 bis 2012 beim VfL) wartete. „Wir haben getan, was wir konnten, nun liegt es daran, wie sich Thorben entscheidet und ob der FC Elmshorn seinen Vertrag rechtzeitig auflöst. Alle Pinneberger Fußballfans würden sich über seine Rückkehr freuen und auch die Mannschaft des VfL hätte damit keinerlei Probleme“, so Kosmalla weiter. Schmeichelnde Worte, die helfen sollen, Reibe die Entscheidung zu erleichtern.

Noch hat sich der Torschützenkönig der Saison 2011/12 nicht entschieden. Auch sein Heimatklub FC Itzehoe (von 2008 bis 2009 beim Vorgängerverein Itzehoer SV) ist noch im Rennen. Nicht auszuschließen ist auch, dass Reibe beim FC Elmshorn bleibt, seinen Vertrag (bis 2014) bei der zweiten Mannschaft (Bezirksliga) aussitzt.

Das aber nur, sollte ihm der FCE bei einem möglichen Wechsel Steine in den Weg legen. „Das werden wir nicht tun. Wenn der richtige Verein kommt, werden wir ihm einen Wechsel ermöglichen, es sollte nur kein Konkurrent um die Meisterschaft sein“, so FCE-Boss Helge Melzer.

FCE-Trainer Achim Hollerieth hatte erklärt, nicht mehr mit Reibe zu planen, stattdessen mehr auf junge Spieler setzen zu wollen. Um auf dem Transfermarkt (bis 2. September) noch aktiv werden zu können, brauchen die Elmshorner liquide Mittel, die sie durch die Einsparung von Reibes Prämien gewinnen könnten.

Allerdings sagt Melzer auch: „Bislang hat uns Thorben nicht gesagt, dass er überhaupt weg will. Ich würde ihn auch gern bei uns in der Zweiten sehen.“ Zudem habe der VfL sich zwar in Person von Manager Manfred Kirsch (urlaubt zurzeit in Norwegen) in Elmshorn gemeldet, um Verhandlungen mit Reibe zu bestätigen, jedoch keine offizielle Anfrage für den Spieler gestellt. Erfolgt diese heute, kann alles ganz schnell gehen.

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