Volleyball 3. Liga : VfL Pinneberg: Topspiel kommt zur falschen Zeit

Die Volleyballer des VfL Pinneberg wollen ihre Siegesserie gegen den Tabellenführer KMTV Eagles aus Kiel ausbauen. Ob Kapitän Sebastian Tanner bei diesem Unterfangen mithelfen wird, ist noch offen.
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Die Volleyballer des VfL Pinneberg wollen ihre Siegesserie gegen den Tabellenführer KMTV Eagles aus Kiel ausbauen. Ob Kapitän Sebastian Tanner bei diesem Unterfangen mithelfen wird, ist noch offen.

Dem VfL fehlen wichtige Spieler vor dem Duell mit dem Spitzenreiter KMTV Eagles.

shz.de von
10. November 2017, 13:00 Uhr

Pinneberg | Mit dem Begriff „Spitzenspiel“ wird ja gerne recht inflationär umgegangen. So rieben sich die Drittliga-Volleyballer des VfL Pinneberg etwas verwundert die Ohren, als ihre Partie in der Vorwoche in Gardelegen vom Hallensprecher als ein solches angekündigt wurde. Dabei traf dort der Vierte auf den Zweiten. Am morgigen Sonnabend, 11. November, in der Jahnhalle kommt es allerdings zum Duell der zweitplatzierten Hausherren gegen den Spitzenreiter aus Kiel und somit zu einem Duell, das diesen Titel tatsächlich verdient hat. Haken ist nur: Die Pinneberger Vorbereitung darauf sieht nicht so aus.

Dem VfL passt dieser Gegner zu diesem Zeitpunkt eigentlich gar nicht. Schließlich fehlen Trainer Daniel Prade gleich drei Spieler aus beruflichen oder privaten Gründen. Kapitän Sebastian Tanner plagt sich zudem noch mit den Folgen einer Verletzung aus der Vorwoche herum, hinter seinem Einsatz steht noch ein großes Fragezeichen mit Tendenz auf nein. „Aber das nützt alles nichts, was sollen wir jetzt heulen“, sagt Prade. „Wir haben trotzdem jede Position besetzt. Jeder meiner Jungs hat den Anspruch, ein gestandener Drittliga-Spieler zu sein und daher werden wir schon eine schlagkräftige Truppe auf das Feld bekommen.“

Aber auch Gegner Kiel hat nicht wochenlang auf Pinneberg hingefiebert. Die KMTV Eagles hatten nach starken Leistungen im Pokal überraschend Zweitliga-Spitzenreiter Essen aus dem Wettbewerb geworfen und sich damit den Erstligisten Solingen im Achtelfinale des DVV-Pokals verdient. Am Mittwoch konnten die Kieler dann in heimischer Halle sogar den großen Favoriten ärgern und den ersten Satz gewinnen, bevor sie am Ende mit 1:3 die Segel streichen mussten.

Der VfL ist für die Gäste also in dieser Woche nicht Hauptgang, sondern nur der Nachtisch. Dass sie vor dem Dessert aber schon satt sind, glaubt an der Pinnau niemand. „Wer das Spiel am Mittwoch gesehen hat, der weiß, über was für eine unglaubliche Qualität Kiel verfügt“, schwärmt Prade. „Da werden wir uns ziemlich strecken müssen.“ Hoffnungsschimmer: In der vergangenen Saison gewann der VfL beide Spiele gegen den Landesrivalen. Und im Team hätte keiner etwas dagegen, diese Serie fortzusetzen.

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