zur Navigation springen

Fussball-Oberliga : VfL-Notelf hofft auf „Lucky Punch“, SVR will Serie ausbauen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Im Jahre 2010 stieg der SV Rugenbergen in die Oberliga auf, 2011 kehrte dann auch der VfL Pinneberg in die höchste Hamburger Spielklasse zurück. Sechsmal trafen beide Fußballteams aus dem Kreis seitdem aufeinander. Überraschend: Nicht der große VfL aus der Kreisstadt, sondern die „kleinen“ Bönningstedter liegen im direkten Vergleich eine Nasenlänge vorn. Seit Sommer 2011 konnten sie drei der sechs Duelle gewinnen und ein Remis erkämpfen, während nur zwei Siege auf das Konto des VfL gingen. Allerdings: Diese beiden Erfolge (2:0, 3:0) stammen aus der zurückliegenden Saison 2013/14. Der VfL holt auf, vor allem das Rückspiel an der Ellerbeker Straße (3:0) schmerzte aus SVR-Sicht besonders, da der jetzige VfL-Stürmer und Ex-Rugenbergener Artur Frost alle drei Tore (mit Ankündigung) erzielte.

„Statistik hin, Statistik her. Das interessiert mich alles nicht. Als der HSV vor einer Woche die Bayern empfing, sprach die Statistik klar gegen die Hamburger und sie haben dennoch einen Punkt geholt“, sagt VfL-Trainer Michael Fischer vor der Neuauflage des Duells am Sonnabend (15 Uhr) und ergänzt: „Die einzige Zahl, die mich am Sonnabend interessiert, ist die Elf, denn ich hoffe, dass ich rechtzeitig elf halbwegs gesunde Spieler für eine Mannschaft zusammenbekomme.“ Den Pinneberger Coach plagen derzeit arge Personalsorgen. Die Liste der Verletzten (und Verhinderten) ist lang: Alexander Borck (Schulter), Sören Lühr (Leiste), Fabian Knottnerus, Matthias Chmielewski (beide beruflich verhindert) werden fehlen, hinter Thorben Reibe (Handgelenk), Steffen Maaß (Knie), Sascha Richert (Knöchel) und Keeper Norman Baese (Urlaub) steht ein dickes Fragezeichen. Beim Abschlusstraining verletzte sich dann auch noch der Ex-Rugenbergener Christian Dirksen (Zeh). Immerhin steht Stürmer Hendrik Boesten wieder zur Verfügung, ansonsten muss Fischer den Kader mit Spielern aus der Zweiten (Landesliga) auffüllen, wobei auch die das Verletzungspech heimgesucht hat.

„Vor diesem Hintergrund sind die Rugenbergener morgen der klare Favorit, sie haben einen Lauf, sind mental und physisch derzeit besser drauf, aber wir werden alles versuchen, um einen Lucky Punch (engl.: Glückstreffer, d. Red.) zu setzen“, so Fischer weiter.

Die Favoritenrolle annehmen will sein Rugenbergener Pendant Ralf Palapies aber nicht: „Michael ist ein Coach, der auch aus wenig etwas formt“, sagt er anerkennend. Die derzeitige Form spricht allerdings für den Gastgeber. Im letzten Test vor dem Derby am Mittwochabend gegen die U23 des FC St. Pauli (Regionalliga) verlor die Palapies-Truppe nur knapp mit 2:3 – respektabel. „Im Vergleich zur Vorsaison sind wir konstanter geworden, das zeigt auch unsere Serie von sechs ungeschlagenen Spielen in Folge. Die Symbiose zwischen Abwehr und Angriff stimmt. Wir haben einige Stellschrauben im Abwehrverhalten verändert“, sagt Palapies zufrieden. Und Führungsspieler Kevin Lohrke ergänzt: „Es wird schwer, der VfL kann gefährlich kontern, darauf sind wir beim 0:3 in der Vorsaison schon einmal reingefallen. Aber wenn wir unsere Leistung der letzten Wochen abrufen können, gehen wir als Sieger vom Platz. Wir wollen unsere Serie ausbauen.“

Ausgebaute Serie oder Glückstreffer der VfL-Notelf? Am Samstagabend sind die Fußballfans aus dem Kreis schlauer.

 

 

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 27.Sep.2014 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert