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Hockey : VfL-„Abfangjäger“ steigen wider Erwarten auf

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 26.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Ein Aufstieg in die dritte Verbandsliga spielte in den Gedankengängen der Hockeyspieler des VfL Pinneberg (vierte Verbandsliga) eigentlich zu keinem Zeitpunkt der aktuellen Saison eine Rolle. Doch vor dem zurückliegenden Wochenende kamen sie nicht mehr drum herum, sich ernsthafte Gedanken über den Sprung in die höhere Spielklasse zu machen. Denn plötzlich kam alles ganz anders. Dem Regelwerk sowie glücklichen Umständen sei Dank.

Da es laut Statuten nicht erlaubt ist, dass zwei Teams aus dem selben Verein in einer Liga antreten dürfen, die Zweiten Herren des Rahlstedter THC aber aus der zweiten Verbandliga abgestiegen waren, mussten sie ihr drittes Herrenteam zwangsläufig aus der dritten Verbandsliga zurückstufen.

Dadurch war nun auch der Zweitplatzierte der vierten Verbandsliga (hinter dem bereits feststehenden Meister HSV) aufstiegsberechtigt. Auf Rang zwei des Tableaus der dritten Verbandsliga lag vor dem zurückliegenden Wochenende noch der Klipper THC aus Hamburg, dicht gefolgt von den Pinnebergern.

Durch einen Sieg im Nachholspiel am Sonnabend gegen den SC Victoria sowie einem weiteren Erfolg am Sonntag gegen Marienthal konnte der VfL (sechs Punkte und 11 Tore zurückliegend) an Klipper THC vorbeiziehen, der wiederum beim Ersten HSV antreten musste. „Insofern waren es nicht nur glückliche Umstände, sondern wir waren auch gefordert, zweimal zu gewinnen und auf Schützenhilfe des HSV zu hoffen“, so VfL-Spieler Rouven Plath rückblickend.

Der VfL musste siegen – und tat es: 14:5-Sieg über Victoria und letztlich ein 14:1 über Marienthal. Als in der THS-Sporthalle das Ergebnis des Parallelspiels Klipper gegen den HSV durchsickerte (6:5 für den HSV), brandete noch vor Spielende spontaner Applaus auf den Rängen der Pinneberger Halle auf.

Das junge VfL-Team war unverhofft aufgestiegen und hatte sich dabei als echter „Abfangjäger“ entpuppt, da es Klipper – punktgleich, aber mit dem besseren Torverhältnis – am letzten Spieltag noch überholte.

„Das ist Wahnsinn, da beschäftigt man sich wochenlang gar nicht mit dem Aufstieg und ist auf einmal Vizemeister und geht hoch“, so Plath überglücklich. Wider Erwarten spielen die jungen Wilden nun ab der kommenden Spielzeit in der dritten Verbandsliga.

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