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Team World Cup : Verletzung schockt Rhönradturner

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Weltmeister Marcel Schawo erleidet Schien- und Wadenbeinbruch in Salzburg / Deutsches Team wird Zweiter

Es war ein Schock für alle Rhönradturner des Team World Cups in Salzburg, von dem sich die Beteiligten nur langsam erholen. Bei der Landung seines zweiten Sprunges brach sich Weltmeister Marcel Schawo aus Tornesch das Schien- und Wadenbein. Der Turner des SV Rugenbergen hatte allerdings noch Glück im Unglück, denn unter den Zuschauern war ein Oberarzt der Salzburger Chirurgie, der die Knochen des offenen Bruchs umgehend wieder in die richtige Position brachte. Schawo wurde ins Krankenhaus gebracht und noch am Abend in Österreich operiert. „Mir geht es den Umständen entsprechend gut“, sagte Schawo.

Die deutschen Athleten zeigten nach dem schweren Unfall Teamgeist und gute Nerven und sicherten sich im Endklassement den zweiten Platz. Schawo, eigentlich ein Garant für sichere Punkte, musste sich in Runde eins mit einer komplett vermurksten Musikkür mit dem dritten Platz begnügen. Er bekam nur 5,45 Punkte für seine Übung. „Es war leider nicht mein Tag und ich bin nicht gut in den Wettkampf gekommen“, so Schawo, dessen Mannschaftskameradin Yana Looft in der zweiten von sechs Runden eine sehr gute Spirale-Übung zeigte und den Durchgang mit 10,95 Punkten gewann. Die vierfache Weltmeisterin Lilia Lessel (SG GW Darmstadt) startete in Runde drei mit ihrer Musikkür, für die sie 11,40 Punkte erhielt.

In Runde vier startete Schawo mit einem grandiosen Sprung: gestreckter Salto rückwärts mit doppelter Schraube. Der erste Sprung gelang gut, dafür erhielt er 11,30 Punkte. Auch der zweite Sprung sah zunächst sehr gut aus, doch bei der Landung passierte das Unglück. „Er war gut drauf, voll motiviert. Es ist schon ein äußerst schwieriger und gefährlicher Sprung. Ich hätte nie gedacht, dass ihm so etwas zustoßen könnte“, so Looft. Dass am Ende noch der sehr gute zweite Platz für das Deutsche Team heraussprang, lag an einer tollen Mannschaftsleistung. Die noch ausstehenden Runden begingen Kira Homeyer (SV Taunusstein-Neuhof) mit ihrer Musikkür und Lilia Lessel mit ihrer Spirale-Übung. Beide hielten dem Druck stand und sorgten für die nötigen Punkte um Platz zwei zu holen. Sieger des Wettkampfes, der angesichts des schlimmen Unfalls in den Hintergrund rückte, war mit 24 Punkten am Ende die Schweiz.

Noch ist offen, wann Schawo das Krankenhaus wieder verlassen darf. „Ich werde so schnell wie möglich versuchen wieder ins Rhönrad zu kommen. Doch vorerst darf ich mein rechtes Bein gar nicht belasten“, sagte Schawo, der trotz der Verletzung den Blick bereits wieder nach vorne richtet.

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erstellt am 26.Apr.2017 | 16:00 Uhr

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