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Fussball-Oberliga : „Uns wurde nichts geschenkt“

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Fußball: SV HR geht im Training neue Wege und erwartet starkes BU / Rugenbergen will Fehlerquote minimieren / VfL beim „FC Bayern“

shz.de von
erstellt am 15.Aug.2014 | 16:00 Uhr

Hoppla, wechselt Thomas Bliemeister etwa die Sportart? Der Trainer der SV Halstenbek-Rellingen schwärmt plötzlich in den höchsten Tönen von der Leichtathletik, dabei ist Bliemeister doch Fußballer durch und durch.

„Wenn man aber mal sieht, wie viel etwa ein Hundertmeterläufer in der Woche trainiert, um zu Topleistungen zu gelangen, dann haben wir Fußballer in punkto Trainingsaufwand noch Nachholbedarf“, weiß der 58-Jährige. Der umtriebige Fußballcoach hat sich deshalb von der Leichtathletik etwas abgeschaut. Um seinen Spielern neue Anreize zu bieten, hat Bliemeister mit Jochen Westphal einen neuen Athletiktrainer verpflichtet, der bereits in der Vorbereitung tätig gewesen ist. „Wir wollten mal neue Wege gehen, in den Bereich Dynamik und Beweglichkeit arbeiten. Und ich muss sagen, die Jungs nehmen das gut an.“ Es ist kein Geheimnis, dass Bliemeister mit dem Trainingseifer seiner Akteure in der zurückliegenden Spielzeit alles andere als zufrieden war.

„Einige Alteingesessene waren der Ansicht, dass man auch mit weniger Training besser werden kann, das hat es in der Geschichte des Fußballs bisher aber noch nie gegeben“, sagt er leicht süffisant. Nun hat der Coach ein Team, das vor allem aus ehemaligen A-Jugendlichen besteht, die intensives, häufiges Training gewohnt sind.

Erste Erfolge dieses Fleißes zeichnen sich ab: HR hat seine ersten beiden Saisonspiele gewonnen, steht in der dritten Pokalrunde. Und das, obwohl noch lange nicht alle Spieler an Bord sind. Stürmer Jan-Marc Schneider kehrt erst Dienstag aus dem USA-Urlaub zurück, Timo Wieckhoff ist noch verletzt, ebenso wie der junge Innenverteidiger Vincent Ermisch. Kaum auszudenken, welches zusätzliche Potenzial HR gehabt hätte, wären sie alle dabei gewesen. Doch Bliemeister hält den Ball flach: „Man darf das alles nicht überbewerten, die Saison ist noch jung.“ Allerdings sagt er auch: „Uns wurde bisher nichts geschenkt, wir haben uns unsere Siege allesamt verdient.“ Gibt’s am Sonntag gegen Barmbek-Uhlenhorst (14 Uhr) den nächsten? „Das ist ein anderes Kaliber“, warnt Bliemeister, „ich habe sie beim 3:0 über Altona gesehen, gerade im Angriff sind sie mit Sousa, Sa Borges Dju und Korczankowski super besetzt.“ Den verletzten Ermisch soll Marcel Schöttke in der Abwehr vertreten.

Wer tritt beim SV Rugenbergen in die Fußstapfen von Stürmer Pascal Haase? Der fehlt erneut am Sonntag beim Niendorfer TSV (14 Uhr) – und mit ihm jegliche Torgefahr? Kaum zu glauben, aber wahr: Das drittgefährlichste Team der vergangenen Serie (74 Treffer) ist in der aktuellen Saison das einzige torlose der Liga.

„Es hapert derzeit an Kleinigkeiten, oft scheitern wir im letzten Moment. Aber es liegt nicht nur an einem Mannschaftsteil, unsere Fehlerquote ist generell zu hoch“, sagt Trainer Ralf Palapies. Gegen Niendorf soll nun ein Erfolgserlebnis her, allerdings fehlen bei den Bönningstedtern die urlaubenden Kevin Beese, Dominik Ratzuweit und Timo Vanselow ebenso wie Dennis Schmidt (krank), Sven Worthmann (beruflich in Barcelona) – und eben Torjäger Haase (beruflich in Freiburg). Gut möglich, dass Neuzugang Heiko Ansorge am Sachsenweg sein SVR-Debüt geben wird.

Den dritten Spieltag einläuten wird heute Abend der VfL Pinneberg beim „FC Bayern der Oberliga“ (19 Uhr) – so jedenfalls betitelt VfL-Trainer Michael Fischer Gegner und Meister TuS Dassendorf: „Sportlich und finanziell liegen gleich mehrere Universen zwischen uns.“ Abschenken wird der VfL die Partie trotz intensiver Trainingswoche keineswegs. „Wir wollen Nadelstiche setzen.“ Fehlen werden dabei Tim Vollmer (anhaltende Knieprobleme), Sascha Bernhardt (Trainingsrückstand) und Alexander Borck (privat verhindert).

 

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