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Fußball-Oberliga : Unglücklich und vermeidbar

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

HR kassiert 1:2-Pleite gegen TuS Dassendorf und verabschiedet sich aus dem Meisterschaftskampf.

shz.de von
erstellt am 20.Apr.2015 | 16:00 Uhr

„Der Fußballgott meint es nicht gut mit uns“, haderte Thomas Bliemeister, Trainer der Oberliga-Fußballer der SV Halstenbek-Rellingen, nach der ebenso unglücklichen wie vermeidbaren 1:2 (0:0)-Heimpleite gegen die TuS Dassendorf.

Neben eigenem Unvermögen im Angriff, stieß dem HR-Coach besonders die spielentscheidende Szene in der 84. Minute auf. Aber der Reihe nach. Während die 280 Zuschauer am Lütten Hall in der ersten Halbzeit eine chancenarme Begegnung sahen, kamen die Mannen von Bliemeister im zweiten Durchgang mit wesentlich mehr Feuer aus der Kabine. Angesichts der vermeintlich letzten Chance im Titelkampf – HR lag vor dem Anpfiff als Tabellenfünfter vier Zähler hinter Ligaprimus Dassendorf – suchten die Hausherren den Weg nach vorne und wurden belohnt. Nach einem Doppelpass zwischen Ümit Karakaya und Enrik Nrecaj, beförderte Erstgenannter das Leder an die Latte, der Abpraller landete bei Julian Mentz, der aus elf Metern zur Führung einnetzte (70.).

Fortan drängte HR auf die Entscheidung und Nrecaj hatte sie auf dem Fuß. Sein Schuss aus elf Metern kullerte jedoch am langen Pfosten vorbei (72.). Eine Szene, die sich rächen sollte. Der amtierende Meister aus Dassendorf rappelte sich noch einmal auf und fand den Weg zurück in die Begegnung. Nach einem Kopfballduell im HR-Strafraum schloss TuS-Akteur Sven Möller per Volleyschuss zum 1:1 ab (82.). Ein Gegentreffer, der weh tat und es sollte aus HR-Sicht sogar noch schlimmer kommen.

In der bereits erwähnten 84. Minute zeigte der Schiedsrichter nach einem vermeintlichen Handspiel von HR-Innenverteidiger Marcel Schöttke auf den Elfmeterpunkt. Dassendorfs Eric Agyemang ließ sich die Chance nicht nehmen und stieß HR ins Tal der Tränen. „Ich hatte meine Hände hinter dem Rücken und der Schiri sagt, ich hätte den Ball mit dem Ellenbogen gespielt. Unfassbar“, echauffierte sich Schöttke nach dem Schlusspfiff. Sein Trainer schlug in die gleiche Kerbe: „Das war niemals ein Elfmeter. Es ist schade, wenn ein Schiedsrichter derart in die Meisterschaft eingreift“, so Bliemeister. Angesichts der nunmehr sieben Zähler Rückstand auf Dassendorf muss HR die Meisterträume endgültig ad acta legen.

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