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Fussball-Oberliga : Und dann ertönte der Pausenpfiff

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Fußball: SV Halstenbek-Rellingen zeigt beim 2:1-Erfolg über Meiendorf zwei vollkommen unterschiedliche Gesichter

Was sich während der Halbzeitpause in der Kabine der Oberliga-Fußballer der SV Halstenbek-Rellingen abspielte, ist nicht übermittelt. Es hatte jedoch den Anschein, als hätte die Mannschaft von Trainer Thomas Bliemeister innerhalb von 15 Minuten verlernt Fußball zu spielen. Anders ist der Einbruch im zweiten Durchgang beim 2:1-Erfolg über den Meiendorfer SV eigentlich nicht zu erklären. Für Bliemeister war die Ursache allerdings eine weitaus plausiblere. „Wir haben konditionell nachgelassen und unsere Konter nicht konsequent genug ausgespielt. Somit mussten wir trotz einer starken ersten Hälfte zittern“, gestand der Übungsleiter.

Dabei sah es nach 45 Minuten so aus, als hätte HR den zwölften Saisonsieg bereits sicher. Die Heimelf erwischte gegen Meiendorf einen Blitzstart und lag nach vier Minuten mit 1:0 in Front. Danijel Suntic bediente Jaques Rodrigues mustergültig und dieser schloss per Flachschuss eiskalt ab. Fortan behielt Halstenbek das Zepter in der Hand und erhöhte nur kurze Zeit später auf 2:0 (14.). Chancen der Gäste waren im Verlauf der ersten 45 Minuten hingegen absolute Mangelware und somit ging HR mit einer komfortablen Führung in die Kabine.

Mit dem Anpfiff des zweiten Durchgangs war von der Dominanz der Hausherren allerdings nicht mehr viel zu sehen. Stattdessen häuften sich die Ballverluste, Unkonzentriertheiten schlichen sich ein und Abstimmungsfehler machten die Runde. Meiendorf agierte seinerseits wesentlich aggressiver und somit verkürzte der Tabellenzwölfte nur sechs Minuten nach Wiederanpfiff verdient auf 1:2.

Das Gegentor traf die HR-Elf bis ins Mark. Coach Bliemeister versuchte fortan vergeblich seine Mannschaft von der Außenlinie zurück in die Spur zu bringen. Sowohl die Ordnung im Spielaufbau, als auch die zuvor demonstrierte Überlegenheit im Mittelfeld waren wie weggeblasen. Meiendorf setzte sich stattdessen in der Hälfte des Tabellenneunten fest.

Bei Bliemeister vermehrten sich von Minute zu Minute die Sorgenfalten. „Wir haben uns nicht clever genug angestellt. Einsatz und Siegeswillen stimmen mich dennoch positiv“, versuchte der Coach die positiven Aspekte hervorzuheben. Dass am Ende drei Zähler heraussprangen, hatte das Team vor allem Torwart Adrian Matthäi zu verdanken. In der 80. Minute behielt der HR-Keeper im Duell gegen den eingewechselten Jephter Agyei Antwi die Oberhand und hielt den, aufgrund der zweiten Halbzeit, schmeichelhaften Erfolg fest.

In Anbetracht des bevorstehenden Derbys am kommenden Sonntag gegen den VfL Pinneberg muss HR unbedingt das Gesicht aus der zweiten Halbzeit ablegen. Wer weiß, vielleicht verzichtet Bliemeister in Zukunft auch einfach auf den Gang in die Kabine.

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erstellt am 12.Mai.2014 | 16:00 Uhr

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