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Fussball-Oberliga : Übung macht den Derbysieger

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Zwei Standardsituationen verhelfen dem SV Rugenbergen zum 3:1-Erfolg über den VfL Pinneberg

shz.de von
erstellt am 21.Aug.2017 | 16:00 Uhr

„Vielleicht sollte ich öfter in den Urlaub fahren“, scherzte Ralf Palapies im Anschluss an das gewonnene Kreisderby seines SV Rugenbergen gegen den VfL Pinneberg (3:1). In Abwesenheit des Cheftrainers leiteten bekanntlich zuletzt Sebastian Munzel und Knut Aßmann das Training bei den Bönningstedter Oberliga-Fußballern – und legten den Fokus dabei augenscheinlich auf Standardsituationen.

Mit Erfolg. Erstmals durfte Palapies in der 23. Spielminute bestaunen, was seine Vertreter unter der Woche ausgeklügelt hatten. Nach einem Eckball Dennis von Bastians verlängerte Steven Tegeler am kurzen Pfosten per Kopf auf Kevin Beese, der freistehend zum 2:0 einschob. Während sich die Pinneberger verdutzt anblickten, bildete sich an der SVR-Bank eine riesige Jubeltraube: mittendrin Sebastian Munzel. „Lob an Sebastian und Knut. Dass das dann so klappt, ist natürlich glücklich, aber verdient“, freute sich Palapies über die gelungene Eckenvariante.

Weitaus weniger gut gelaunt zeigte sich hingegen VfL-Coach Thorben Reibe, der sich insgesamt über „zu wenig Gegenwehr“ seines Teams insbesondere in Hälfte eins beklagte. So waren die Gäste beim 0:2 ebenso nicht auf der Höhe wie beim frühen 0:1 (2.), als Sergej Schulz aus gut 18 Metern recht unbedrängt zum Schuss kam. Der Ball schlug dann – noch leicht abgefälscht – unhaltbar im linken unteren Toreck ein.

Während der Blitzstart den Bönningstedtern „natürlich in die Karten spielte“ (Palapies), hatte die Reibe-Elf noch lange mit diesem „Nackenschlag“ zu kämpfen. Angesichts der Überlegenheit des SVR, der durch Pascal Haase (unter anderem Lattenschuss in der 28. Minute) noch weitere Großchancen verzeichnete, mutete der 0:2-Pausenrückstand für den VfL etwas schmeichelhaft an. Dennoch hatten die Hausherren Glück, dass Alexander Borck mit dem ersten nennenswerten VfL-Abschluss kurz vor dem Halbzeitpfiff nur den Pfosten traf. „Die Frage ist, wie Pinneberg dann aus der Kabine gekommen wäre“, regte Palapies zum Spekulieren an.

So aber begrub schließlich der stark aufspielende von Bastian per direkt verwandeltem Freistoß (63.) sämtliche Restzweifel am ersten Bönningstedter Heimerfolg über den VfL nach knapp fünf Jahren. Auch Patrick Hoppe hätte sich noch mindestens zweimal in die Torschützenliste eintragen können, scheiterte jedoch jeweils an Pinnebergs Schlussmann Lucas Albracht (55., 69.).

Dass Luis Diaz drei Minuten vor dem Ende noch der Ehrentreffer gelang, spendete Trainer Reibe dagegen nur wenig Trost. „Heute waren einfach grundlegende Sachen nicht gut. Wir waren immer einen Tick zu spät“, so der Coach nach der zweiten Saisonniederlage in Folge.

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