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Fußball-Landesliga : Über den Kampf zum Erfolg

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Leidenschaftlich aufspielender FC Elmshorn stemmt sich immer kräftiger gegen den Abstieg.

shz.de von
erstellt am 16.Nov.2015 | 16:00 Uhr

Als Schiedsrichter Luca Jürgensen die Landesliga-Partie zwischen den Fußballern des FC Elmshorn und jenen des Hamburger SV III am Freitagabend nach rund 93 Spielminuten abpfiff, brandete auf der Elmshorner Bank Jubel auf. Von geballten Fäusten über erleichtertes Abklatschen bis hin zu herzlichen Umarmungen wurde alles geboten. Nicht oft löst ein 1:1-Unentschieden solche Gefühlsausbrüche bei den Beteiligten aus. Zumal sich die sportliche Lage beim FCE auch nach dem durchaus verdienten Remis bei nun 14 Punkten weiterhin ernst gestaltet. So war es vielmehr die Art und Weise, wie die abstiegsbedrohten Elmshorner zu diesem einen Zähler kamen, welche solch großen Anklang bei Trainer Dennis Gersdorf und Co. fand. Gestärkt durch die Ausbeute von sieben Punkten aus den letzten drei Duellen erweckten die Hausherren bei den 233 zahlenden Zuschauern an der Wilhelmstraße recht schnell den Eindruck, auch gegen den favorisierten Tabellenvierten aus der Hansestadt mehr als nur mithalten zu wollen.

Hohe Konzentration, gesunde Zweikampfhärte und die unbedingte Gier nach Erfolg – gerade im Abstiegskampf unabdingbare Attribute – zeichneten die Elmshorner an diesem Abend aus. „Die Jungs haben sich komplett reingehauen“, verlieh Trainer Gersdorf seiner Zufriedenheit über diesen Punktgewinn auch noch einmal mit Worten Ausdruck. Einen gewissen Anteil am beherzten Auftreten des FCE hatten womöglich auch die rund 40 mitgereisten Anhänger der Rothosen, deren lautstarke Gesänge und Sprechchöre nicht nur ihrem eigenen Team einen zusätzlichen Motivationsschub zu geben schienen.

In der Anfangsphase gaben die Hamburger jedoch nicht nur neben, sondern auch auf dem Platz eindeutig den Ton an. Erst drei Spielminuten waren verstrichen, als der Pfosten den bereits geschlagenen FCE-Torwart Jannik Reichel und seine Mannen vor dem frühen Rückstand bewahrte. Nur wenig später flog ein Ball erneut nur knapp am Elmshorner Gehäuse vorbei. „Wir hätten uns nicht über ein 0:3 nach zehn Minuten beschweren dürfen“, blickt Gersdorf auf die HSV-Drangphase zurück.

Sein Team hielt dem Ansturm jedoch stand und suchte anschließend mit schnell vorgetragenen Kontern immer wieder selbst das Heil in der Offensive. Einen dieser Konter verwertete Patrick Hiob schließlich zum 1:0 nach schöner Vorlage von Tim Weber (24.). Beflügelt von der Führung drückte der FCE nun gar auf’s 2:0, agierte im Abschluss allerdings oftmals zu überhastet. Der HSV hingegen knabberte zusehends am Rückstand.

Bis zur 55. Minute. Sehr zum Ärger vom FCE-Coach spielte sich HSV-Akteur Hannes Steckel leicht und locker durch die Elmshorner Abwehr und wurde erst drei Meter vor dem Tor foulwürdig von Lars Gersdorf gestoppt. Schiedsrichter Jürgensen entschied auf Strafstoß und zeigte Gersdorf zudem die Rote Karte, da dieser dem einschussbereiten Steckel als vermeintlich letzter Mann eine hochkarätige Torchance verwehrte. Eine Ansicht, die bei weitem nicht alle Spieler und Zuschauer teilten. „Elfmeter, ja. Aber laut einigen Spielern war Lars offenbar nicht letzter Mann“, bewertet Bruder Dennis die durchaus knifflige Szene. Seiner guten Laune nach Spielende tat diese Entscheidung aber bekanntlich keinen Abbruch. Zumal sein Team das 1:1 danach weitestgehend souverän über die Zeit brachte.

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