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Reitsport : Turniertag zwischen Hänger und Halle

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Wie Björn Buhs mit seiner Stute Sissi de Luxe das Reitturnier des RFV von Zieten Bokel auf dem Hof Weber in Brande-Hörnerkirchen erlebte.

shz.de von
erstellt am 28.Jun.2017 | 16:00 Uhr

Zweimal pendelte Björn Buhs vom Reit- und Fahrverein Elmshorn mit seiner Schimmelstute Sissi de Luxe am Sonntag zwischen dem Hof Weber in Brande-Hörnerkirchen und seinem Zuhause in Wulfsmoor bei Bokel hin und her. Der 18-Jährige hatte an diesem Tag zwei Starts beim Reitturnier des RFV von Zieten Bokel und nutzte die Zeit zwischen seinen Ritten für eine Erholungsphase für sich und seine zwölfjährige Hannoveraner Stute.

„Ich war morgens um 8.15 Uhr als dritter Reiter in der Dressurprüfung Klasse A** am Start“, berichtet der zukünftige Student der Agrarwissenschaften. „Meine Turniervorbereitungen beschäftigten mich bereits am Sonnabend.“ So wusch er zunächst seine Schimmelstute, denn alleiniges Bürsten am Turniertag nützt bei Pferden mit dieser Fellfarbe nicht viel, um Schmutzränder oder Flecken zu beseitigen. Außerdem flocht er gemeinsam mit seiner Mutter Stefanie die Mähne des Pferdes so ein, dass er diese am Sonntagmorgen nur noch hochflechten musste. „Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass man sich auf dem Turnier mit sauberer Schabracke und frisch eingefettetem Sattel und Trense in korrekter Reitkleidung präsentiert“, sagt Bohs. „Das gehört zum respektvollen Umgang mit den Richtern und Zuschauern.“ Außerdem erklärten Buhs Eltern, deren 14-jährige Tochter Merle am Sonnabend als Springreiterin bei dem Turnier aktiv war, abends in der Meldestelle seine Startbereitschaft für die morgendliche Dressurprüfung.

Sonntag klingelte der Wecker Buhs um 5.30 Uhr aus dem Bett. Bis auf die Handschuhe und das Jacket zog sich der zukünftige Student bereits zu Hause seine Turnierkleidung an. Anschließend flocht er seinem Pferd, das nach einer Verletzung und einer zehnwöchigen Pause das erste Mal wieder bei einem Turnier antrat, die Mähne hoch und legte ihr die Transportgamaschen für die Fahrt im Hänger an. Nachdem Sissi de Luxe darin stand, machte er sich mit seiner Mutter auf die nur wenige Minuten dauernde Anreise zum Turnier. Dort ritt er sein Pferd punktgenau warm und bereitete sich so auf die Prüfung vor. Da sich abzeichnete, dass er keine Schleife bekommen würde – er wurde Zweiter der Reserve, also dieses Mal Achter –, verlud er sein Pferd wieder und brachte es nach Hause, in einen Paddock. Später lockte er die Stute wieder in den Hänger und fuhr zur zweiten Prüfung des Tages. Dort fiel ihm auf, dass sein Pferd nach der Konzentrationsanstrengung müde war. „Sie kommt jetzt erst einmal zu Hause in ihre Box, denn die Wertnote wird niedrig ausfallen“, kündigte Buhs an, der damit rechnete Letzter geworden zu sein. Tatsächlich war er bei der L*-Prüfung mit Trense einer von fünf Reitern, die sich mit der Wertnote 5,0 den 21. und letzten Platz teilten. „Nachher hole ich mir dann das Protokoll ab, damit ich mit meiner Reitlehrerin absprechen kann, was wir gezielter trainieren werden.“

Und obwohl es in Brande-Hörnerkirchen nicht so gut für ihn lief, hat Buhs einen sportlichen Traum: „Ich möchte in diesem Jahr noch eine M-Dressur mit Kandare mit Sissi bestreiten. Dabei wird sie vermutlich an ihre Leistungsgrenze stoßen. Ich werde sie so lange reiten, wie es geht. Und wenn sie zu alt für den Sport ist, höre ich vielleicht auch auf und konzentriere mich voll auf die Uni.“

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