Fußball-Landesliga : Turbulentes Wiedersehen

Das 1:0 durch Thies Raschke (Blau-Weiß 96, rechts) gehörte zu den viel diskutierten Szenen beim Spiel gegen den Wedeler TSV.
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Das 1:0 durch Thies Raschke (Blau-Weiß 96, rechts) gehörte zu den viel diskutierten Szenen beim Spiel gegen den Wedeler TSV.

Der Bann ist gebrochen: Blau-Weiß 96 Schenefeld gewinnt 4:2 gegen Wedeler TSV nach fünf sieglosen Spielen in Folge.

shz.de von
04. November 2013, 16:00 Uhr

Freunde werden die Landesliga-Fußballer von Blau-Weiß 96 Schenefeld und des Wedeler TSV in diesem Leben wohl nicht mehr. Wie schon am 28. November des vergangenen Jahres kam es beim turbulenten Wiedersehen im Stadion Achter de Weiden, das die Schenefelder 4:2 (1:0) gewannen, nach dem Abpfiff erneut zu einer Rudelbildung. Ziyed Hassani, der Wedeler Mittelfeldspieler, hatte sich offenbar von Blau-Weiß-Abwehrchef Lars Briewig provoziert gefühlt. Die besonnenen Gemüter beider Lager sorgten aber rasch für Ruhe auf dem Platz.

Die Wedeler Volksseele kochte zunächst aus einem anderen Grund. Beim Schenefelder 1:0 von Thies Raschke hatte Linienrichterin Jennifer Jollberg (Grün-Weiss Eimsbüttel) eine Abseitsposition des Torschützen signalisiert. Schiedsrichter Benjamin Stello (SC Egenbüttel) eilte zur Seitenlinie und besprach die Szene mit seiner Assistentin. Dann drückte er seine eigene Wahrnehmung durch: Tor, weil ein Wedeler das Zuspiel in den Strafraum den Ball zu Raschke abgelenkt haben soll. „Von einer kontrollierten Aktion konnte aber nicht die Rede sein. Deshalb war dieser Treffer mit hoher Wahrscheinlichkeit irregulär“, sagte der Wedeler Ligaobmann Walter Zessin. Blau-Weiß-Trainer Selcuk Turan zuckte mit den Schultern: „Warum sollten nicht ausnahmsweise wir einmal Glück haben?“

Die Schenefelder Pausenführung war verdient. Dann wurde es noch ein Elfmeterfestival, eingeläutet vom Wedeler Hüseyin Ayik, der den Ball nach einem Schuss von Fabio Bandow mit dem rechten Oberarm auf der Torlinie abwehrte. So sah es Stello, der Ayik die Rote Karte zeigte. Die Schenefelder feierten das Ende einer Durstrecke von fünf sieglosen Spielen. Die Wedeler müssen einsehen, dass sie zu spät aufwachten.



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