Handball : TSV Ellerbek unterliegt dem Tabellenführer

Abgehoben: Ellerbeks Martin Schleßelmann setzt zum Torwurf an. Der Linksaußen war einer der Leistungsträger des TSV.
Foto:
1 von 2
Abgehoben: Ellerbeks Martin Schleßelmann setzt zum Torwurf an. Der Linksaußen war einer der Leistungsträger des TSV.

Bis zur 47. Minute (22:23) durfte das TSV-Team sogar noch auf einen Sieg hoffen.

shz.de von
13. Oktober 2014, 16:00 Uhr

Ellerbek | Es war ein hochklassiges und lange spannendes Handballspiel, das die gut 200 Zuschauer in der Harbig-Halle begeisterte. Zwar unterlag der TSV Ellerbek im Spitzen-Duell der Oberliga dem DHK Flensborg 27:33 (12:17), bot dem Tabellenführer und Aufstiegsaspiranten aber über weite Strecken die Stirn. Bis zur 47. Minute (22:23) durfte das TSV-Team sogar noch auf einen Sieg hoffen. Doch dann setzte sich die höhere individuelle Klasse der Gäste mit dem breiteren Kader durch und nutzte die sich nun häufenden TSV-Fehler zu zahlreichen Kontern.

Ellerbeks Coach Michael Bollhöfer ärgerte sich nach dem Schlusspfiff über die Ansetzung des jungen Schieds-richtergespanns Harms/Rie-boldt, das mit seine zahlrei-chen Zeitstrafen-Entscheidungen (6:5) seine Mannschaft benachteiligt hätte. Der Trainer meinte damit vor allem die erste Halbzeit, als Ellerbek dank starker Abwehrarbeit im 6:0-Verband und druckvollen Angriffsaktionen mit 9:7 vorn lag. „Ohne die drei Zwei-Minuten-Strafen hätten wir uns klarer absetzen können“, sagte Michael Bollhöfer.

Das DHK-Team aber nutzte die Überzahl und hatte zur Pause bereits die Basis für den Erfolg gelegt. Allerdings bäumte sich die TSV-Crew noch einmal auf: Tobias Laupichler hielt einige freie Bälle, der Abwehr gelangen Ballgewinne und plötzlich war Ellerbek wieder dran (18:19). Nun fehlten aber die Wechselalternativen. Bennet Kretschmer (Fersenprellung) und Dennis Lißner (Dienstreise) blieben unter ihren Möglichkeiten und Tarek Fejry setzte kaum offensive Akzente. Als die Kräfte bei Christopher Behre und Tim Blunck schwanden, häuften sich die Fehler und der Gast zog abermals davon (23:28).

„Der DHK-Sieg ist verdient, wir haben nach der Pause einfach zu viele Fehler ge-macht“, analysierte Trainer Bollhöfer. Beste TSV-Akteure waren Kreisläufer Christian Brandt und Linksaußen Martin Schleßelmann.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen