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Männer-Handball : TSV Ellerbek erlebt Debakel

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der TSV Ellerbek kassiert 22:35-Klatsche gegen Ligaprimus SG Flensburg-Handewitt II. Coach Bollhöfer: „Niederlage auch in der Höhe verdient“

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2013 | 16:00 Uhr

Es war nicht das Spitzenspiel in der Handball-Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein, das sich die 150 Zuschauer in Handewitt erhofft hatten. Zu klar war die Dominanz des Tabellenführers SG Flensburg-Handewitt II gegenüber Verfolger TSV Ellerbek. Das niederschmetternde 22:35 (7:18) bezeichnete TSV-Coach Michael Bollhöfer dann „auch in der Höhe als verdient“. „Wir waren darauf vorbereitet, dass Ellerbek gegen uns eine sehr aggressive Deckung stellen würde“, beschrieb SG-Spielertrainer Stefan Pries die taktische Ausgangslage vor dem Duell. „Und letztlich haben wir Ellerbek mit unserer kompromisslosen Abwehr früh den Schneid abgekauft.“ Als Coach Bollhöfer nach elf Minuten die erste Auszeit nahm (2:9), war die Vorentscheidung schon gefallen. Dabei lagen die Ursachen im Angriff, wo man es nicht schaffte, Druck auf die SG-Abwehr aus-zuüben, deshalb zu schlechten Würfen gezwungen und vom Gegner mit Gegenstößen bestraft wurde.

Hauptursache für die in der ersten Halbzeit katastrophale Offensivleistung Ellerbeks war der komplette Ausfall des Rückraums. Während in den vergangenen Wochen das Fehlen von Linkshänder Till Krügel gut kompensiert worden war, weil man im Spielaufbau geduldig blieb, Christopher Behre und andere aus der Distanz trafen oder Tore über den Kreis oder Außen fielen, klappte in Flensburg nichts. Behre (überdehnte Bizepssehne im rechten Wurfarm), wirkte gehemmt und ließ jegliche Dynamik vermissen. Da auch Tarek Fejry, Dennis Lißner und Tim Blunck ohne druckvolle Vorbereitung mit ihren Würfen am SG-Block oder am guten U20-Nationaltorwart Christopher Rudeck scheiterten, fiel es den Flensburgern leicht, ihre Vorteile in Athletik und Schnelligkeit auszuspielen. Dass sich das Debakel noch in Grenzen hielt, war Torwart Florian Knust zu verdanken, der mehrfach glänzend parierte. Positiv wirkte sich zudem die Umstellung der Deckung von einer offensiven 3:2:1- auf eine defensivere 6:0-Variante aus. Da Behre nach der Pause seine Hemmung ablegte und auch Blunck traf, fielen noch einige TSV-Tore. In der Defensive überzeugte Niklas Weller.

Offen blieb die Frage, ob Ellerbek dem Junior-Team (U23) des Bundesliga-Ersten in Bestbesetzung und Bestform ein gleichwertiger Gegner gewesen wäre. Da der DHK Flensborg überraschend auf St. Pauli unterlag, blieb der TSV nämlich auf Platz zwei und darf, nur drei Punkte zurück, noch auf das Rückspiel hoffen.

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