Fussball Relegation : Triumph mit letzter Kraft

Der Elmshorner „Überflieger“ Rico Just überspringt den mit dem Ball im Arm am Boden liegenden Geesthachter Torhüter Marcel Boll.
Der Elmshorner „Überflieger“ Rico Just überspringt den mit dem Ball im Arm am Boden liegenden Geesthachter Torhüter Marcel Boll.

FC Elmshorn II feiert vor 400 Zuschauern am Ramskamp den Sprung in die Landesliga / 1:0 über Geesthacht

shz.de von
04. Juni 2014, 16:00 Uhr

Elmshorn | In der Ecke vor dem Sportzentrum stand Thorsten Greve und rief lauthals in Richtung Schiedsrichter: „So, jetzt aber Schluss!“ Doch Schluss war am Ramskamp noch nicht. Schluss war erst, als Patrick Hiob doch noch das erlösenden 1:0 für den FC Elmshorn II über den FSV Geesthacht erzielte. Nach Vorarbeit von Tim Weber und Veton Hajrizi stand der Elmshorner Stürmer mutterseelenallein im Strafraum und versenkte die Kunstlederkugel, nachdem er zuvor zweimal am Alumium gescheitert war. Da gab es kein Halten mehr. Sowohl die Akteure auf dem Platz als auch die Ergänzungsspieler auf der Bank einschließlich des Trainers – sie alle rannten quer über den Platz Richtung Eckfahne. Und dann war wirklich Schluss. Als sich die Jubeltraube auflöste, pfiff Schiedsrichter Marcel Papenfuß gar nicht erst wieder an.

Damit waren alle Zweifel am Aufstieg in die Landesliga beseitigt, für den letzten Endes auch ein Unentschieden gereicht hätte. Der war eigentlich auf zu keiner Zeit ernsthaft in Gefahr gewesen, doch je weiter der Zeiger auf der Uhr vorrückte, desto nervöser wurden die 400 Zuschauer an den Banden – so sie es denn mit dem Gastgeber hielten.

Ausgelaugt von den Temperaturen und dem zweiten Spiel innerhalb von 48 Stunden fehlte anschließend die Kraft zum Jubeln. „Die Jungs sind echt kaputt“, freute sich Trainer Dennis Gersdorf über den Erfolg des Aufstieges gleich in seinem ersten Jahr als Verantwortlicher an der Linie. Team-Manager Rainer Klaar konnte es noch gar nicht so richtig realisieren, was da soeben seinen krönenden Abschluss gefunden hatte. FCE-Vizepräsident Michael Homburg dachte sofort an den rührigen Macher. „Für Rainer Klaar freut es mich besonders“, sagte er und war „einfach stolz“ darauf, nächste Saison je eine Mannschaft in der Ober- und Landesliga zu haben.“

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