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Fussball-Landesliga : Trennung im Umkleidetrakt: Warum Savitchev beim VfL II hinwarf

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Am Donnerstag um 18.30 Uhr gab es die Lagebesprechung im Umkleidetrakt des VfL Pinneberg, Schiedsrichter-Kabine.

„Lasst uns nicht lange herumreden. Ich trete zurück“, sagte Jouri Savitchev nach kurzem Meinungsaustausch mit Fußball-Vorstand Manfred Kirsch und Ligaobmann David Fock. Nach einer herzlichen Umarmung ging das Trio auseinander. Dann setzten Kirsch und Fock sofort ihren Gedanken, den als Savitchevs Assistenten eingeplanten Patrick Funk zum Chef zu befördern, in die Tat um. „Ich bin im Thema und bereit“, betonte der 33 Jahre alte Sozialpädagoge.

Es konnte nicht gutgehen mit Olympiasieger und Ex-Profi Savitchev. Manfred Kirsch erklärt, warum: „Wir hatten ihn im März unter falschen Voraussetzungen verpflichtet.“ Seinerzeit war dem früheren Nationalspieler der UDSSR der Trainerposten mit der Aussicht auf den Verbleib von 80 Prozent der Spieler schmackhaft gemacht worden. Tatsächlich verabschiedeten sich 80 Prozent. Als sich die Zusammenstellung des neuen Kaders schwierig gestaltete, könnte Savitchev nach Manfred Kirschs Empfinden die Lust verloren haben. Zudem mit der Fußball-Schule von Real Madrid in ganz Deutschland unterwegs, verpasste er zwei Wochen der Saisonbereitung. Da ruhte die Verantwortung schon bei Patrick Funk, der sich nahezu täglich mit Savitchev telefonisch austauschte. Die Spieler aber fühlten sich vom Mann, der sie durch die Saison führen sollte, vernachlässigt. „Im Kern war die Trennung schon vor unserer Zusammenkunft beschlossen“, räumt Kirsch ein. Im gestrigen Punktspiel auswärts gegen TuRa Harksheide – bei Redaktionsschluss nicht beendet – half die VfL-Erste mit den Spielern Finn Lüneburg, Luis und Daniel Diaz sowie Florian Holstein aus. Auf dieser Basis will Funk den Kampf um den Klassenerhalt nicht von vornherein verloren geben.  


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