Fussball : Trainersuche beendet: Thorben Reibe unterschreibt bei Union Tornesch

Thorben Reibe verfolgt in der kommenden Saison von der Seitenlinie aus die Tornescher Spiele.

Thorben Reibe verfolgt in der kommenden Saison von der Seitenlinie aus die Tornescher Spiele.

Coach des VfL Pinneberg beerbt zur neuen Saison Stefan Dösselmann in Tornesch. Martin Schwabe wird Co-Trainer.

shz.de von
12. Januar 2018, 12:15 Uhr

Tornesch | Um 20.33 Uhr am Donnerstagabend war es offiziell: Thorben Reibe (35) wird zur neuen Saison das Traineramt bei den Fußballern des FC Union Tornesch übernehmen. Daniel Arndt, Manager des Landesligisten, bestätigte zu diesem Zeitpunkt die Personalie.

Reibe folgt im Sommer im „Torneum Fußballpark“ auf Stefan Dösselmann (47), der im Dezember 2017 bekanntgegeben hatte, mit dem Ende dieser Spielzeit nach dann vier Jahren als Union-Trainer auszuscheiden.

Vor fünf Wochen hatte auch der ehemalige Mittelfeldakteur Reibe seinen Abschied zum Sommer an der Fahltsweide bekanntgegeben. Es sei sowohl für den VfL als auch für ihn persönlich Zeit für einen Neuanfang, wie Reibe mitteilte.

Während noch unklar ist, wer bei den Kreisstädtern das Erbe von Reibe antritt, machten die Tornescher Verantwortlichen schnell Nägel mit Köpfen. „Das war uns sehr wichtig − auch, damit die Spieler Klarheit haben, bevor wir mit ihnen in die Gespräche für die kommende Serie gehen“, sagte Boje Feil, 2. Vorsitzender des FC Union.

Erfahrener Mann wird Co-Trainer

Martin Schwabe (31) übernimmt den Co-Trainer-Posten von Sasa Mihajlovic (36), der wie Dösselmann im Sommer ausscheidet, weil er „im Herbst zum zweiten Mal Vater wurde und sich zudem beruflich veränderte“, wie der frühere Torwart auf Nachfrage erklärte.

Schwabe war als Spieler im Juli 2013 nach vierjähriger Abstinenz vom SC Egenbüttel zum FCU zurückgekehrt und trainiert auch dessen erfolgreiche B-Jugend, die er zu den Aufstiegen in die Landesliga (Sommer 2016) und in die Oberliga (2017) führte.

Ein vorzeitiger Wechsel von Reibe  nach Tornesch sei „kein Thema“, wie Feil versicherte: „Wir werden in den kommenden Monaten mit Dösselmann zusammenarbeiten und alles daran setzen, ihm den würdigen Abschied zu bereiten, den er nach seiner hervorragenden Arbeit verdient hat.“

Während für das Union-Team, das aktuell in der Landesliga Rang-Neunter ist, im Frühjahr wohl nichts mehr nach oben oder nach unten gehen wird, liegen die Pinneberger eine Etage höher in der Oberliga als Tabellen-15. aktuell nur aufgrund ihrer besseren Tordifferenz gegenüber dem punktgleichen Drittletzten Hamburger SV III nicht auf einem Abstiegsplatz.

Reibe blickt auf eine erfolgreiche Spielerkarriere zurück

Für den VfR Neumünster war er 31mal in der alten Regionalliga Nord, die damals noch die dritthöchste Spielklasse Deutschlands war, am Ball. Hinzu kommen Viertliga-Einsätze für die FT Eider Büdelsdorf sowie zahlreiche Fünftliga-Spiele für den Heider SV, Itzehoer SV 09 und VfR Horst in Schleswig-Holstein sowie den VfL Pinneberg und FC Elmshorn im Hamburger Amateur-Bereich.

Nachdem Reibe schon zu seiner Horster Zeit im Frühjahr 2010 erstmals Spielertrainer war, ernannten ihn die Pinneberger Verantwortlichen im Januar 2016 zum Nachfolger von Langzeit-Coach Michael Fischer (50), der zuletzt ebenfalls im „Torneum“ als Kandidat galt.

Als Trainer schaffte Reibe, hauptberuflich Finanzbeamte, mit dem VfL als Tabellen-13. (2015/2016) und Rang-15. (2016/2017) zweimal den Oberliga-Verbleib. Außerdem kann sich Reibe, der im „großen Fußball“ den Tottenham Hotspurs London und − wie Dösselmann − dem Hamburger SV die Daumen drückt, „Deutscher Meister“ nennen.

Diesen Titel errang der Familienvater einst mit der Finanzamts-Mannschaft von Schleswig-Holstein. Die FCU-Offiziellen wären froh, wenn Reibe sie mittelfristig zur Meisterschaft in der Landesliga führen würde.

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