Die Fussball-Kreisliga 8 im Überblick : Trainerrücktritt beim VfL Pinneberg II

Kim Neidenberger gibt ab sofort keine Kommandos mehr an der Fahltsweide. Der 37-Jährige verkündete seinen Rücktritt.
Kim Neidenberger gibt ab sofort keine Kommandos mehr an der Fahltsweide. Der 37-Jährige verkündete seinen Rücktritt.

Kim Neidenberger hat sich den Umbruch „nicht so hart” vorgestellt. Zum Abschied gab es ein Debakel.

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23. Oktober 2018, 13:30 Uhr

Pinneberg | Den stark abstiegsbedrohten Bezirksliga-Fußballern des VfL Pinneberg II bleibt nichts erspart. Kaum war das 1:9 (1:2) auswärts gegen den neuen Tabellenzweiten Blau-Weiß 96 Schenefeld besiegelt, vollzog Trainer Kim Neidenberger (37) seinen schon drei Tage vorher angekündigten Rücktritt.

Notlösung im Tor

Lange fehlen wird Keeper Piotr Piechota, der sich beim Warmmachen eine schwere Sprunggelenksverletzung eingehandelt hatte. Notgedrungen ging der als Sechser eingeplante Kapitän Sascha Caldwell zwischen die Pfosten.

Zu keinem Zeitpunkt sah Blau-Weiß-Trainer Mathias Timm „irgendeine Gefahr, dass wir nicht gewinnen“, auch nicht nach dem Pinneberger 1:0 von Danny Lorenzen (24.). Als Innenverteidiger Martin Düsing elf Minuten später ein Freistoßball von Julius Paster über den Scheitel rutschte (1:1), ging es nur noch in die andere Richtung.

„Zweite Halbzeit war eine Katastrophe”

Der Schenefelder René Müller gönnte sich vier Torerfolge, darunter einen Hattrick binnen elf Minuten. „Die zweite Halbzeit war eine Katastrophe“, sagte Kim Neidenberger in seinem letzten Kommentar als VfL-Angestellter.

Seinen Rückzug begründete der Elmshorner mit „sportlichen und nichtsportlichen Sachverhalten“. Letztlich habe er sich den Umbruch „nicht so hart“ vorgestellt. Die Co-Trainer Carsten Clausen und Ole Sellhorn bleiben an Bord.

Ein Eigentor zum Geburtstag

Ganz bestimmt nicht zum Verdruss des Viertletzten SC Pinneberg, dem ein Eigentor von Christian Koster am 45. Geburtstag von Trainer Dirk Kahl das 0:1 (0:0) gegen die SV Lieth bescherte, gingen auch die Tabellenletzten leer aus: Der Kummerfelder SV benötigte allerdings fast eine Stunde, ehe Chris Klengel die Weichen zum 2:0 über Germania Schnelsen stellte.

Quickborn überrennt Union

Der 1. FC Quickborn drehte auf und bekämpfte die Krise, die sich nach drei bitteren Niederlagen angebahnt hatte, mit einem 6:0 (1:0) über Union 03. Die Altonaer erwiesen sich läuferisch klar unterlegen, während dem FCQ das frühe 1:0 von Malte Eilermann Flügel verlieh.

Bei TBS Pinneberg war Vorstand Selcuk Sahin mit dem 2:2 (1:1) gegen den Heidgrabener SV aufgrund der personellen Probleme trotz des späten, zweiten Gegentreffers (89.) zufrieden.

Das 4:1 (2:1) des SC Egenbüttel auswärts über den SC Sternschanze II stand im Zeichen des dreifachen Torschützen Paul Jürs.

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