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Fussball-Oberliga : Traditions-Topspiel und Pokalfrust

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ligaprimus VfL Pinneberg setzt im Traditionsduell gegen Altona auf Heimstärke. SV Rugenbergen hadert mit Achtelfinal-Aus.

Alle Vorkehrungen sind getroffen. Rein prophilaktisch hat Michael Fischer, Trainer der Oberliga-Fußballer des VfL Pinneberg und im Hauptberuf Lehrer, bei seiner Schulleiterin schon einmal angefragt, ob er im Sommer, wenn der Hamburger Fußball-Verband seine Staffel-Meister ehrt, frei nehmen kann. „Schließlich sind wir doch jetzt Tabellenführer der Oberliga und wollen das bis zum Saisonende natürlich auch bleiben“, zwinkert der 47-Jährige, der jüngst seinen Vertrag an der Fahltsweide verlängerte, vor dem morgigen Topspiel gegen Altona 93 (14 Uhr, Stadion 1) mit den Augen. Wobei, halt – Topspiel? Schließlich ist Traditionsklub Altona 93 aktuell nur noch Tabellenneunter?

„Es ist zumindest ein Traditions-Topspiel“, betont Fischer und fügt ernsthaft an: „Man darf sich vom Tabellenbild nicht täuschen lassen, Altona ist immer noch ein Team gespickt mit starken Einzelkönnern wie Jakob Sachs oder Sven Körner, die ein Spiel im Alleingang entscheiden können.“ Die Statistik aber spricht für den VfL: Die Pinneberger sind das einzige Team der gesamten Liga, das noch kein einziges Heimspiel verloren hat, Altona hingegen zählt nicht zu den auswärtsstärksten Teams der Staffel. „Statistiken sind aber nur dafür da, um mit ihnen weiße Blätter zu füllen, das sagt gar nichts“, weiß Fischer und warnt: „Irgendwann wird auch unsere Heimserie reißen, zumal wir bei unseren beiden letzten Auftritten gegen Dassendorf (1:1, d. Red.) und Condor (0:0) nicht gerade überzeugen konnten.“ Vor allem die Offensive bereitet dem Coach derzeit Sorgen. „Das ist unsere Achillesferse“, sagt er. Fischer vermisst einen Stürmer, der in vorderster Front Bälle hält und in der gegnerischen Abwehrreihe für Unruhe sorgt. Artur Frost (verletzt) wird schmerzlich vermisst, Thorben Reibe (Knöchel) lief fast die gesamte Woche über an Krücken und wird gegen Altona wohl nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Da Tim Jeske noch nicht bei 100 Prozent ist und Hendrik Boesten außer Form, wird wohl Sascha Richert in die Spitze rücken.

Eine weitere Alternative wäre Flemming Lüneburg. Nach seiner Roten Karte gegen Dassendorf weilte er am Mittwochabend zusammen mit Ligamanager David Fock beim Verband, um seine Strafe zu verhandeln: drei Spiele, aber auf Bewährung, die bis zum Juni ausgesetzt ist. Heißt: Lüneburg wäre gegen Altona einsetzbar, darf sich aber nichts zu Schulden kommen lassen. Im VfL-Tor wird Norman Baese stehen, sein Vertreter wird Patrick Jobmann (eigene Zweite) sein, da Neuzugang Zakaria Chergui bis zu drei Wochen wegen Schulterverletzung ausfallen wird. „Wir hoffen auf eine starke Kulisse, die Mannschaft ist heiß, schließlich wollen wir ins Derby gegen Halstenbek-Rellingen am 8. März als Tabellenführer gehen“, blickt Fischer bereits voraus.

Die SV Halstenbek-Rellingen muss ihrerseits beim Letzten SC Vier- und Marschlande antreten (Sonntag, 15 Uhr) und begibt sich dabei nach zuletzt zwei Niederlagen und etlichen verletzungsbedingten Ausfällen auf die Suche nach der Form der Hinrunde. „Das wird Zeit brauchen, da viele Verletzte fehlen müssen nun wieder die Automatismen im Team feinabgestimmt werden, gegen Vier- und Marschlande wollen wir den nächsten Schritt tun“, so Mittelfeldstratege Marlo Steinecke.

Den Schritt in Richtung Pokal-Viertelfinale wollte der SV Rugenbergen am Mittwochabend tun, schied aber gegen den SC Victoria aus dem Wettbewerb aus (0:2). Besonders bitter: Nach ausgiebiger Analyse der Videoaufnahmen vom Spiel, die das Online-Portal Elbkickt.tv aufnahm, musste SVR-Trainer Ralf Palapies feststellen, dass das zwischenzeitliche 1:1-Ausgleichstor von Kevin Lohrke , das aberkannt wurde, doch nicht aus einer Abseitsposition heraus entstand. „Wir sind natürlich enttäuscht. Was uns noch fehlt, ist die Effektivität gegen Topteams“, so Palapies. Am Sonntag will sein Team mit einem Sieg in der Liga über Buxtehude (14 Uhr) wieder zurück in die Spur finden. Fehlen werden dann voraussichtlich Patrick Ziller (Zerrung) und Dennis von Bastian (Knie).  

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erstellt am 27.Feb.2015 | 16:00 Uhr

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