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Handball : Tornescher Gipfelstürmer

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Handball: A-Jugend des TuS Esingen will nach dem Pokalsieg auch die Aufstiegsrunde zur Bundesliga Nord erfolgreich gestalten

„Ich bin froh, dass die Saison um ist. Bei den meisten Jungs war die Luft einfach raus.“ Till Krügel, Trainer der männlichen A-Jugend des TuS Esingen, fasste zusammen, was gut 300 Handballfans in der Quickborner Lilli-Henoch-Halle miterlebt hatten. Zum Abschluss der Finals im Hamburger Jugendpokal hatte sich Favorit Esingen zwar mit 29:28 (10:13) gegen die HG Norderstedt behauptet.

Ein Klassenunterschied wurde aber erst in den letzten 15 Minuten deutlich, als der Vierte der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein konditionelle und athletische Vorteile in die Waagschale warf. „Es war ein Grottenspiel mit vielen Fehlern unsererseits gegen ein Team, dass wir zu Beginn der Saison in der Oberliga-Qualifikation klar beherrscht hatten“, sagte Trainer Krügel.

„Aber nach den Ausfällen der Rückraumspieler Henry Nicolai, Tim Kleineidam (beide Knie) und Hannes Haas in der Punktrunde, musste sich irgendwann ein Substanzverlust einstellen.“

Hinzu kam, dass Krügel und sein Trainerpartner Claas-Peter Schütt das Trainingspensum in der ersten von sechs Vorbereitungswochen auf die Qualifikation für die Bundesliga Nord (14./15. Juni in Berlin) wieder angezogen hatten. „Von den Kraft-Ausdauer-Einheiten waren vielen die Beine schwer“, zeigte Krügel Verständnis für seinen neuen Kader. Altersbedingt nicht mehr dabei sind Torwart Nils Wünsch, Rechtsaußen Tim Reichert und Kreisläufer Lukas Geertz.

Damit sich die vier Neuzugänge Thore Gier, Tristan Ludwigkeit (beide HSV Hamburg), Jesko Sauerland (JSG Alstertal/Norderstedt) und Hennes Paulsen (TSV Ellerbek) auch menschlich schnell einfinden können, fährt die Mannschaft am Wochenende in den Harz nach Clausthal-Zellerfeld. „Wir machen dort ein Testspiel, haben aber auch Mountainbikes gemietet“, sagte Krügel.

Symbolisch soll damit der sportliche Gipfel „Bundesliga“ erklommen werden. Finanziell ist das Projekt abgesichert. „Wenn die Jungs es schaffen, trägt der Verein die Kosten für den Spielbetrieb“, versprach der sportliche Leiter des TuS, Jan-Henning Himborn. „Wir haben engagierte Eltern, die uns bei der Sponsorenakquise unterstützen, machen aber auch unsere Hausaufgaben.“

Für frische Motivation sorgte das Trainer-Duo. Krügel und Schütt ließen schwarze T-Shirts mit dem Brandenburger Tor und der Aufschrift „Wir fahren nach Berlin“ herstellen und übergaben einen Tag nach dem Pokalsieg einen Satz an die Spieler. „Wir wollen möglichst viele Handballfans auch weit über die Grenzen von Tornesch hinaus für unsere Sache begeistern und hoffen auf große Resonanz“, sagte Claas-Peter Schütt.



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