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Handball : Tore gegen die ehemalige Mannschaft

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Angelika Koziol trifft mit EHT auf Esingen.

shz.de von
erstellt am 10.Dez.2016 | 16:00 Uhr

Es war ein kleiner Hilferuf: Aus dem Rückraum heraus trafen für die Frauen des Elmshorner Handball-Teams zuletzt lediglich Jessica Ruhser, Anne Düerkop, Maren Dingler und Kira Sophie Schmidt für zusammen gerade einmal acht Treffer. „Dabei ist der Rückraum eigentlich nun wirklich keine Schwäche von uns“, sagte EHT-Trainer Patrick Drefke nach der 19:24-Niederlage bei der HG Hamburg-Barmbek. Verbunden war das mit einem Weckruf, denn ohne Tore aus der zweiten Reihe dürfen sich die Hamburg-Liga-Frauen am Sonntag im Heimspiel gegen den TuS Esingen – voraussichtlich in Bestbesetzung – nichts ausrechnen (16 Uhr, Olympiahalle).

Ein besonderes Spiel wird das Aufeinandertreffen mit dem Absteiger aus der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein für Angelika Koziol. „Das ist immer aufregend, denn ich bin mit dem Tornescher Team aufgewachsen“, sagte die Rechtshänderin, die trotz aller Veränderungen noch viele Spielerinnen des TuS Esingen kennt und mit ihnen bis vor zwei Jahren zusammengespielt hatte. In 2014 war die 28-Jährige aus Tornesch nach Elmshorn gewechselt. Nach einem Kreuzbandriss hatte sie sich mühsam wieder herankämpfen müssen und war in die damals erst in der Bezirksliga spielende Esinger Zweite abgerutscht. Das war zu wenig für ihren eigenen Anspruch. „Ich wollte mindestens in der Hamburg-Liga spielen“, so die Jura-Studentin, die derzeit ihre Examensarbeit schreibt.

Rücksicht auf alte Freundschaften wird Koziol kaum nehmen. „Ich will, dass die zwei Punkte in Elmshorn bleiben“, sagte sie mit Blick auf das Tabellenbild, das ein dicht gedrängtes unteres Mittelfeld zeigt. Auf den ersten Abstiegsplatz beträgt der Elmshorner Vorsprung gerade einmal einen Zähler. Dabei waren die EHT-Frauen auch dank ihrer Heimstärke so gut wie selten in die höchste Hamburger Spielklasse gestartet. Die ersten drei Heimspiele hatten sie gewonnen. Zuletzt hagelte es aber vier Niederlage in Folge. Es waren Spiele, in denen auch Koziol nicht so traf wie in der Anfangsphase der Serie. 24 Tore hat sie bisher erzielt.

Zweiter Grund des Wechsels vor zwei Jahren war die räumliche Nähe. Koziol wohnt in Elmshorn. Auch wenn Tornesch praktisch vor der Haustür liegt, sei es nur mit der Bahn nicht eben einfach gewesen, regelmäßig zum Training in die Klaus-Groth-Straße zu fahren. Auch heute noch verzichtet sie auf ein eigenes Auto. Die Olympiahalle erreicht Koziol aber auch ohne motorisierten Untersatz problemlos. Zum Kreisderby hofft sie dort auf viel Unterstützung. Von sieben Fans weiß sie sicher, dass die erhält: „Meine ganze Familie kommt auf jeden Fall.“

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