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Schwimmen : Tolle Zeiten, aber . . .

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Disqualifikation schmälert Jacob Heidtmanns Bilanz der Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften

shz.de von
erstellt am 24.Nov.2015 | 00:32 Uhr

Die Erinnerung an den Donnerstagnachmittag, dem ersten Wettkampftag bei den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften in Wuppertal, versuchte Jacob Heidtmann ein wenig zu verdrängen. „Im Großen und Ganzen bin ich echt zufrieden, wenn man sich die Zeiten anguckt“, sagte der 21-Jährige vom Swim-Team Stadtwerke Elmshorn. Doch ganz auszublenden war die Disqualifikation über die 400 Meter Lagen zum Auftakt natürlich nicht. „Das ist ärgerlich, aber das muss man akzeptieren“, sagte der in Borstel-Hohenraden aufgewachsene Student, dem dadurch eine Silbermedaille durch die Lappen gegangen ist – und eine persönliche Bestzeit, die in keiner Statistik auftaucht.

An Bestzeiten – und damit verbundenen schleswig-holsteinischen Landesrekorden hat es an den Tagen von Wuppertal für Heidtmann, wie auch für die anderen Starter des STE, dennoch nicht gemangelt. Er war über alle fünf 200-Meter-Strecken gestartet. In Lagen (1:058,33 Minuten), Schmetterling (1:59,21) und Rücken (1:57,59) stellte er SHSV-Bestzeiten auf – und das ohne gezielte Vorbereitung auf diesen Wettkampf, denn der Fokus liegt schon jetzt auf Olympia 2016 in Rio. Das Programm von 2200 Wettkampfmetern in der Schwimmoper war nicht ohne – und das machte sich am Finaltag bemerkbar. „Beim Start über 200 Meter Schmetterling hatte ich einen Krampf im Zeh, ein Zeichen dafür, dass es an die Substanz ging“, so Heidtmann.

Ein Ausrufezeichen am Abschlusstag setzte die erst 15-jährige Lea Boy über 1500 Meter Freistil. Im zweitschnellsten Lauf deklassierte sie die Konkurrentinnen auf den sieben anderen Bahnen. In 16:35,87 Minuten entriss sie Lena-Sophie Bermel den schleswig-holsteinischen Altersklassenrekord und schob sich im Gesamtklassement auf Rang sechs vor. „Darüber haben wir uns schon sehr gefreut“, sagte STE-Trainer Jörg Freyher. Auch Thore Bermel glänzte mit vier persönlichen Bestzeiten über die langen Freistilstrecken. Ebenfalls gesteigert haben sich Arti Krasniqi und Thea Brandauer. Selbst Philipp Drews schwamm bei seiner DM-Premiere über 1500 Meter gut, auch wenn er das Rennen zu beherzt angegangen war. „Es war wirklich eine tolle Meisterschaft“, fasste Freyher zusammen.

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