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Pferdesport : Team-Gold für Ninja Rathjens

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Barmstedter Dressurreiterin holt mit Deutschland den EM-Titel in der U25

Einen würdigen Empfang bereiteten die Stallfreunde der Barmstedter Dressurreiterin Ninja Rathjens, als sie Montag um 3.30 Uhr mit ihrem Hannoveraner Wallach Emilio von den U25-Europameisterschaften zum Elbdörfer und Schenefelder Reitverein zurückkehrte. „Sie hatten seine Box mit einer Deutschlandfahne und Äpfeln dekoriert“, so die frischgebackene Team-Europameisterin.

Die EM im österreichischen Lamprechsthausen sollte planmäßig an drei Tagen entschieden werden. In der ersten Wertungsprüfung ging es um die Teamwertung, an den folgenden Tagen stand die Einzelwertung an. Doch das Wetter machte den Reiterinnen und dem Veranstalter einen Strich durch die Rechnung: „Pünktlich zur ersten Prüfung wurde es kalt und der Dauerregen setzte ein. Das irritierte Emilio und er war auf dem Viereck etwas abgelenkt. Aber er machte nur einen Fehler an der Pirouette, ansonsten war ich mit unserem Ritt sehr zufrieden“, sagte Rathjens. Die Wertungsrichter gaben Rathjens, die als erste deutsche Reiterin antreten musste, die Wertnote 69,605 %. Damit legte sie die Basis für das Team-Gold. Spätestens als Lisa-Marie Klössinger auf FBW Daktari die Höchstnote 76,500 % bekam, war Gold sicher.

Am zweiten Tag ging es für Rathjens um die Qualifikation für das Kürfinale im Einzel. „Emilio war an diesem Tag mehr bei mir und konnte sich besser konzentrieren“, so die Barmstedterin. Mit der Note 70,116 % landeten die beiden auf Platz elf und gehörten zu den 18 Finalisten, die am Sonntag erneut satteln durften. Rathjens sollte laut Startfolge als Zehnte antreten, doch dazu kam es nicht mehr. „Die ersten fünf Reiterinnen waren bereits gestartet, als es einen Stromausfall gab“, sagt Rathjens. „Das kann bei einem Freiluftturnier schon mal passieren. Doch die Veranstalter bekamen die Musikanlage gar nicht mehr in Griff und sagten das Kür-Finale komplett ab. Das war für uns alle sehr enttäuschend. Ich habe noch nie gehört, dass aus solchen Gründen eine EM abgesagt wurde.“

Zwar erhielten alle Finalisten einen Startplatz für ein Hallenturnier im Dezember in Salzburg, die Teilnahme der Barmstedterin ist allerdings noch ungewiss. „Bislang ist das noch ein ganz normales Turnier und für eine einzige Prüfung ist das eine sehr lange Anreise. Emilio bekommt jedenfalls eine Pause und ich werde frühestens im Oktober mit ihm wieder antreten“, so die Dressurreiterin.

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