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Fussball / Oddset-Pokal : TBS: Schwer zu beschreibende Stimmung vor Wiederholungsspiel

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 13.Aug.2014 | 14:00 Uhr

Es fällt ihm schwer, die Stimmung innerhalb des Teams in Worte zu fassen. „Sie ist definitiv gedrückt, aber auch nicht wirklich schlecht. Klar, dass alle die schrecklichen Bilder noch vor Augen haben. Es war ja kein normaler Spielabbruch wegen eines Unwetters, sondern ein Notarzt-Einsatz direkt auf dem Platz“, sagt Enrico Kieselbach, Manager der Landesliga-Fußballer von TBS Pinneberg, knapp eine Woche, nachdem sich sein Spieler Bilel Ouerfelli im Pokalspiel gegen den Oberligisten Halstenbek-Rellingen das Schien- und Wadenbein brach. Die Zweitrunden-Partie, die am Mittwoch vor einer Woche beim Stande von 1:1 in der Verlängerung abgebrochen werden musste, wird heute an der Müssentwiete wiederholt (18.15 Uhr). „Von Euphorie kann keine Rede sein“, sagt Kieselbach, dennoch sei TBS gewillt, „HR wie im Hinspiel zu ärgern“. Denn: „Irgendwie muss ja wieder Normalität einkehren. Wir sind derzeit bemüht, die Geschehnisse mit dem Team aufzuarbeiten.“ Dafür sorgen, dass die Blau-Weißen wieder positive Erlebnisse haben, soll auch Rückkehrer Wojciech Krauze. Der Stürmer hat seine Sperre aus der Vorsaison abgebrummt (Kieselbach: „Für mich eine überzogene Sperre“) und ist gegen HR wieder dabei. Ebenso wie die Urlaubs-Rückkehrer Emre und Onur Akcan, die schon beim jüngsten Liga-Sieg über den SC Victoria II (3:0) mitwirkten.

„Bilel wird uns natürlich menschlich und sportlich fehlen. Er ist für mich einer der besten Sechser der Liga“, bedauert Kieselbach. Am vergangenen Freitag erhielt der verletzte Deutsch-Marokkaner im Krankenhaus Besuch von HRs Mittelfeldmann Marlo Steinecke, der in den Zweikampf, der zur Verletzung führte, unglücklich verwickelt gewesen war. Steineckes Coach Thomas Bliemeister betont: „Marlo und alle Spieler und Verantwortichen von HR bedauern, was dort passiert ist. Es war kein brutales Foul, keine Absicht, sondern ein tragischer Sportunfall.“ Der HR-Coach erwartet auch heute wieder ein „Spiel auf Augenhöhe zweier guter Teams“, auf die in der dritten Runde der Landesligist Wedeler TSV warten würde. „Das ist aber Zukunftsmusik, wir haben ein schweres Spiel vor der Brust“, so Bliemeister, der wieder auf den Urlaubsrückkehrer Niklas Siebert sowie auf Julian Mentz und Torwart Adrian Matthäi bauen kann. TBS-Manager Kieselbach will derweil vor allem auf eines bauen: „Dass Szenen wie im Hinspiel ausbleiben – unabhängig von irgendwelchen sportlichen Ergebnissen.“

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