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Piloxing : Tanzende Boxerin im Gleichgewicht

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Larissa Koch (FTSV Fortuna Elmshorn) bringt beim Piloxing ihre Lieblingssportarten zusammen. Beständigkeit ist Trumpf.

shz.de von
erstellt am 14.Jan.2016 | 16:00 Uhr

Musikalisch schaltet Larissa Koch gern mal einen Gang oder mehr zurück. Soul oder R’n’B perlen gemächlichen Tempos dann aus den Lautsprechern, während im Fit- und Fun-Aktiv-Studio der Level der Beats per minute (BPM) gern mal auf Anschlag hochgejagt wird. Piloxing heißt der Trendsport, der es der 23 Jahre alten Leiterin des kleinen, aber feinen Fitnessstudios des Elmshorner Vereins FTSV Fortuna besonders angetan hat. „Das ist ein Training, das Herz und Kreislauf wie auch die Körperbeherrschung fordert. Die Tanzelemente bringen Spaß hinein“, sagt die Elmshornerin. „Die Musik ist zu 90 Prozent gut, an Techno und House angelehnt – und vor allem schnell.“

Genau genommen vereint Piloxing drei Sportarten: Zu Tanzen kommen Pilates für das Gleichgewicht und Boxen, um sich richtig auszupowern. „Viele, die es ausprobiert haben, sind hängen geblieben. Es schult eine völlig andere Muskulatur“, so Koch, die für diesen Trend ein Alleinstellungsmerkmal für den Verein in Anspruch nimmt: „In Elmshorn sind wir die ersten, die Piloxing unterrichten.“

Vor dreieinhalb Jahren hat FTSV Fortuna dieses Angebot aufgenommen. Zu dieser Zeit war Larissa Koch noch nicht am Ramskamp tätig, sondern hatte gerade erst mit ihrer Lehre zur Fitness-Managerin bei der Meridian Academy in Hamburg angefangen. Das war eine rein schulische Ausbildung, die sowohl sportliche wie auch wirtschaftliche Aspekte inklusive elektronischer Datenvereinbarung umfasste. „Das war sehr umfangreich“, so Koch, die parallel dazu bei verschiedenen Fitnessstudios jobbte und am Ramskamp klein mit drei Kursen pro Woche anfing.

Noch als Auszubildende übernahm sie im März 2014 in der Nachfolge von Jörg Schwedler die Leitung des Fit- und Fun-Aktiv-Studios – eine Chance, über die sie sehr dankbar ist. „Man bekommt hier viel Unterstützung und ist nicht ganz auf sich alleine gestellt“, sagt sie und schwärmt von der familiären Atmosphäre im Sportzentrum. Das kennt sie seit frühester Kindheit; mit sechs Jahren hatte sie beim ebenfalls dort beheimateten TGC Schwarz-Rot begonnen zu tanzen. Koch probierte als Schülerin Badminton, Volleyball, Basketball und vieles mehr ehe sie mehrere Jahre beim AC Einigkeit geboxt hat. „Da konnte man alles rauslassen. Man merkt, wie man durch die Motivation in der Gruppe die eigene Leistung gesteigert hat“, schwärmt sie noch heute.

Dass der ACE sein Fitnesstraining praktisch ohne Geräte durchzieht, kommt ihr nun im Job zu Gute, denn in dem Studioraum im Obergeschoss des Sportzentrums Ramskamp ist kein Platz für große Apparate. Der Verein setzt ausschließlich auf einen Kursplan. Drei verschiedene Workouts mit der Langhantel ersetzen quasi den Gerätepark: Bodypump, Hot Iron und Iron Cross. Während die beiden erstgenannten für Kraftausdauer stehen, zielt Iron Cross mit viel Gewicht und wenigen Wiederholungen auf Muskelzuwachs ab.

Die Auswahl von neuen Angeboten ist eine der Aufgaben von Larissa Koch: Trends sichten und abwägen – oft auch unter der Fragestellung, welche Variationen es vielleicht schon unter einem anderen Namen gibt, so dass man darauf verzichten kann. „Wir sind ein Studio, das nicht jeden Hype mitmachen muss, sondern wir sind beständig“, sagt die 23-Jährige.

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