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Fußball-Bezirksliga : SV Lieth zieht sein Frauenteam zurück

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Das junge Bezirksligateam bricht auseinander. Trainer Karsten Pape hört auf.

shz.de von
erstellt am 30.Dez.2016 | 16:00 Uhr

In der offiziell vom Hamburger Fußball-Verband geführten Tabelle der Frauen Bezirksliga West steht die SV Lieth weiterhin mit neun Punkten an elfter Stelle, zwei Zähler hinter dem FC Elmshorn und sechs vor Schlusslicht SV Halstenbek-Rellingen. Dass die Butterberg-Hexen aber im kommenden Jahr noch einmal antreten, ist ausgeschlossen. Das im Dezember witterungsbedingt ausgefallene Nachbarschaftsderby beim FC Elmshorn wird es, wie noch angesetzt, am Sonntag, 19. Februar, nicht geben.

Trainer Karsten Pape (kleines Foto) und sein Vertreter Hauke Schmidt haben sich seit September mit dem Gedanken getragen aufzuhören – und dies auch entsprechend kommuniziert. Im Laufe des Dezembers fiel dann auch bei den jungen Spielerinnen, die Mannschaft hatte ein Durchschnittsalter von 17,5 Jahren, die Entscheidung, der SVL im Winter den Rücken zu kehren. Einige hören auf, andere wechseln zu Staffelrivale Union Tornesch II oder zum VfR Horst (Verbandsliga Schleswig-Holstein).

Bo Hansen, Spartenleiter der Liether Fußballer, bedauert diesen Schritt, zumal man alles versucht habe, die Lücke von Pape und Schmidt zu schließen. „Wir hatten sogar potenzielle Trainerkandidaten, aber die Mannschaft hatte sich in der Zwischenzeit schon so weit aufgelöst“, sagte er. „Das ist sehr schade, aber das muss man dann so hinnehmen.“

So wirklich wohl ist auch Karsten Pape nicht dabei. „Es ist ein bisschen traurig und es tut einem auch leid, wenn man mitten in der Saison aufhört“, sagte der Übungsleiter, der die Mannschaft vier Jahre betreut und von den C-Mädchen bis in die Frauen geführt hat. Sportlicher Höhepunkt war im Sommer dieses Jahres der Aufstieg von der Kreis- in die Bezirksliga.

Der Anfang vom Ende

Doch der frühe Sprung in die nächsthöhere Spielklasse war im Nachhinein betrachtet der Anfang vom Ende. Mit Ausnahme eines Zwischenhochs im Oktober mit Siegen über HR und Union 03 sowie dem kampflosen 3:0 über Komet Blankenese II hagelte es – zum Teil heftige – Niederlagen. „Bei diesen Einbrüchen hat man gemerkt, dass die Erfahrung fehlte“, sagte Pape rückblickend. Zudem gingen die Ansichten und Möglichkeiten der Liether Frauen, sich für ihren Sport zu engagieren, immer weiter auseinander. „Das passte sportlich alles nicht mehr so ganz zueinander“, sagte Pape, der aber das gute menschliche Verhältnis betonte.

Der Versuch, Erfahrung in Person von gestandenen Spielerinnen an den Butterberg zu locken, war im Sommer vergeblich beendet worden. Das mag auch an der vergleichsweise großen Konkurrenzsituation im Kreis Pinneberg und dem südlichen Kreis Steinburg gelegen haben. Allein in der Bezirksliga West sind fünf Vereine im Kreis Pinneberg beheimatet – noch. Sobald die Liether Abmeldung den HFV offiziell erreicht, werden es nur noch vier sein.

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