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Alfred Marx hört auf : SV Hörnerkirchen sucht einen Boss

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Der Vorsitzende Alfred Marx kündigt seinen Rückzug aus der Vereinsarbeit an.

Alfred Marx hört als Vorsitzender des SV Hörnerkirchen auf. Zur Hauptversammlung am 23. März werde er nicht mehr antreten. Das kündigte der 48-Jährige jetzt an.

Marx stand seit 2001 an der Spitze des Sportvereins im Norden des Kreises Pinneberg. Zuvor war er Chef der SC Grün-Weiß Bokel, der im Jahr 2001 mit dem SVH fusionierte, gewesen. „Insgesamt habe ich jetzt 25 Jahre als Vorsitzender auf dem Buckel“, verrät er. Ein Vierteljahrhundert ehrenamtliche Tätigkeit im Sportbereich seien genug. Nun sollten Jüngere mit neuen Ideen das Ruder übernehmen.

Seinen Rücktritt hat er bereits vor zwei Jahren angekündigt, doch noch sei kein neuer Vorsitzender gefunden. „Nein, einen Kandidaten für meine Nachfolge gibt es bisher nicht“, so Marx.

Geboren wurde der Vater von drei Kindern im kleinen Dorf Zerf im Kreis Trier-Saarburg. Seit 27 Jahren lebt er in Westerhorn. Schon kurz nach seinem Umzug nach Norddeutschland übernahm er als gerade einmal 23-Jähriger den Vorsitz von Grün-Weiß Bokel. Das Engagement im Ehrenamt ist für ihn eine Selbstverständlichkeit, „damit das Gemeindeleben überhaupt funktionieren kann“. Neben dem Vorsitz des SV Hörnerkirchen war er im Landesarbeitskreis für Sportpolitik aktiv, saß in der Westerhorner Gemeindevertretung und stand dem dortigen Bauausschuss vor.

Seine aktive Laufbahn als Hobbyfußballer musste Marx aufgrund der Folgen eines Achillessehnenrisses aufgeben. Nun ist auch als Sportfunktionär Schluss. „Die Motivation, noch einmal etwas Neues anzupacken, fehlt einfach“, gibt er zu. Das Sportstättenkonzept für den Amtsbezirk Hörnerkirchen sei weitgehend umgesetzt; den geplanten Hallenanbau möchte Marx seinem Nachfolger überlassen.

Der Rücktritt als Vereinschef hat auch berufliche Gründe. Da Marx nicht mehr ständig vor Ort ist, sein Parkett- und Küchenstudio aber weiter von der Familie betrieben wird, sei es „eben schwer, das zeitlich alles zu meistern“. In Bokel wird gerade das Sportlerheim umgebaut. Und die Baubesprechungen finden oft tagsüber statt. Für einen Angestellten sei es da fast unmöglich, regelmäßig vorbeizuschauen. Auch die für den Verein so wichtigen Gespräche mit Vertretern des Kreises und des Landes dürften nicht zu kurz kommen.

Der SV Hörnerkirchen hat zurzeit rund 860 Mitglieder. Sollte sich zur Hauptversammlung kein Vorsitzender finden, muss der dann nur noch vierköpfige Vorstand um Marx‘ Stellvertreterin Heike Kruse kommissarisch die Zukunftsplanung regeln.

Und Marx selbst? Der sieht keine Langeweile auf sich zukommen. „Das passiert garantiert nicht.“ So „ganz ohne was“ werde er aber „bestimmt nicht auskommen“. Eine neue Idee hat er bereits im Kopf. „Es gibt hier bisher keinen Handel- und Gewerbeverein“, sagt Marx.

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