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Fussball-Oberliga : SV Halstenbek-Rellingen: Unbekümmert ins Spitzenspiel

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Junge Gipfelstürmer von HR wollen in Dassendorf Platz eins verteidigen. VfL empfängt den Rekordmeister.

Es passt vorne und hinten. Nur neun Gegentore – beste Abwehr der Liga. 29 erzielte Treffer, bester Angriff. Platz eins. Die Oberliga-Fußballer der SV Halstenbek-Rellingen sind – Stand heute – das Maß aller Dinge in der höchsten Hamburger Spielklasse. Und dennoch beharrt Manager Detlef Kebbe vor dem morgigen Topspiel beim Zweiten (und zuvor von HR entthronten Ersten) TuS Dassendorf (13 Uhr) darauf: „Wir sind der klare Außenseiter.“

Die Begründung liefert er gleich mit: „Die haben einen viel größeren Etat als wir, sind der amtierende Hamburger Meister und haben mit Marcel Stadel (ehemals VfL Osnabrück, d. Red.), Eric Agyemang (Arminia Bielefeld) und Dennis Tornieporth (u.a. St. Pauli, Holstein Kiel) mehrere Ex-Profis in ihren Reihen. Die sind richtig abgebrüht, die Erfahrung spricht also für Dassendorf.“

Aber Kebbe weiß auf der anderen Seite auch: „Wir sind gut drauf, spielen einen schnellen, direkten Ball, so wie wir uns das vorstellen.“ Die Unbekümmertheit und jugendliche Frische spricht also für HRs junge Gipfelstürmer. „Die Jungs haben einfach Freude am Fußball. Der Spaßfaktor bei uns ist riesengroß und die Mischung im Team stimmt“, weiß Kebbe.

Der Mix macht’s bei HR: Die ehemaligen A-Jugendlichen Neuzugänge wie Niklas Siebert oder Ümit Karakaya harmonieren prächtig mit den Alteingesessenen wie etwa Robert Hermanowicz (seit 2007 bei HR), der nach dem Ausfall von Jan Rottstedt (Kreuzbandriss) als Abwehrchef überzeugt. Pünktlich zum Spiel am Wendelweg in Dassendorf ist Yannick Sottorf aus dem Kurzurlaub zurück, der starke Sechser Marlo Steinecke (Schmerzen im Unterleib) ist wieder fit. Beim Gegner wird Stürmer Kristof Kurczynski nach seiner Roten Karte gegen Altona 93 (0:3, Nachtreten) fehlen.

„Wir wollen den Kreis Pinneberg in Dassendorf würdig vertreten und uns als Tabellenführer teuer verkaufen“, sagt Kebbe, der sich über die Anerkennung aus der gesamten Hamburger Amateurfußballszene freut: „Das haben sich die Jungs erarbeitet. Sogar der Fußball-Vorstand unseres Kreis-Konkurrenten VfL Pinneberg um Manfred Kirsch und Konrad Kosmalla hat sich bei mir gemeldet und uns zur Tabellenführung gratuliert. Das hat wirklich Stil, mich sehr gefreut und unterstreicht das gute Verhältnis“, so Kebbe.

Der VfL Pinneberg (21 Punkte) hat den Anschluss an die Tabellenspitze durch die 0:3-Niederlage bei BU verpasst – und nun den SC Victoria im Nacken (19 Zähler), der am Sonntag (15 Uhr) ins Stadion 1 kommt. „Vicky“ befindet sich nach dem Abstieg aus der Regionalliga im Umbruch, der Rekordmeister ist derzeit „nur“ Sechster. Dennoch warnt David Fock vom VfL, der eigentlich Manager ist, manchmal aushilfsweise Ersatztorwart und am Sonntag – in Abwesenheit von Chefcoach Michael Fischer – neben Börje Scharnberg Co-Trainer sein wird: „Vicky ist der Favorit. Zum einen haben sie Spieler wie Ex-St. Pauli-Profi Marius Ebbers in ihren Reihen, zum anderen haben wir weiterhin personelle Probleme.“ Flemming Lüneburg (Erkältung), Alexander Borck (Schulter), Thorben Reibe und Artur Frost (beide Oberschenkel) sind angeschlagen, Sören Badermann kommt erst heute aus dem Urlaub zurück. „Wir können nicht aus dem Vollen schöpfen, auf der anderen Seite wissen wir auch, dass Vicky ebenfalls noch nicht vollends eingespielt ist“, unkt Fock.

Derweil hat sich SV Rugenbergen vor dem heutigen Gastauftritt bei Germania Schnelsen (19.30 Uhr) ein klares Ziel auf die Fahnen geschrieben. „Wir peilen die drei Punkte an, wollen dem Spiel von Beginn an unseren Stempel aufdrücken“, gibt Coach Ralf Palapies die Marschroute vor. Sollte sein Plan nicht vom Anpfiff weg aufgehen, hat der 44-jährige Coach zwei Asse im Ärmel: Tolga Güvenir (Rotsperre) und Pascal Haase (Innenbanddehnung) haben sich zurückgemeldet. Während die Luft bei Haase noch nicht für 90 Minuten reicht, hat Verteidiger Güvenir zwei starke Konkurrenten vor der Brust. „Viktor Streib und Dennis Schmidt haben ihre Sache in der Innenverteidigung souverän gemacht“, so Palapies vielsagend. Fehlen werden Heiko Ansorge (Urlaub) und Hendrik Rühmann (Seminar).

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erstellt am 17.Okt.2014 | 16:00 Uhr

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