zur Navigation springen

Barmstedter Veranstaltung : Steht der Triathlon auf der Kippe?

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Übernimmt der BMTV? Hamburger Betriebssportverband zieht sich aus Organisation der Großveranstaltung zurück.

shz.de von
erstellt am 25.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Es waren nur zwei Sätze von Barmstedts Heike Döpke während der Sitzung der Stadtvertretung, doch sie alarmieren die Triathlonszene. Die Zukunft des Barmstedter Triathlons, der im September dieses Jahr mehr als 600 Teilnehmer in die Schusterstadt gelockt hat, könnte auf der Kippe stehen. Döpke teilte mit: „Der Triathlon hat sich etabliert, aber die Hauptorganisatoren aus Hamburg werden sich zurückziehen. Wir überlegen deshalb, ob wir die Veranstaltung künftig als Stadt gemeinsam mit dem BMTV ausrichten.“

Ronald Hahn vom Betriebssportverband (BSV) Hamburg bestätigte dies, stellte es auf Nachfrage aber als einen schon länger angedachten Prozess dar. „Wir haben quasi Starthilfe geben wollen – und das ist auch gelungen“, sagte er.

Döpke Amtsvorgänger Nils Hammermann hatte vor vier Jahren bei der Überlegung, 2010 den ersten Barmstedter Triathlon auszurichten, den BSV über einen Bekannten ins Boot geholt. Der Wille, eine neue Großveranstaltung in Kombination aus Breitensport und leistungsorientiertem Ansatz auf die Beine zu stellen, war da. Das nötige Know-how aber fehlte.

Nach der Anfrage sei für den BSV, so Hahn, schnell klar gewesen: „Wir helfen und heben das Ganze mit auf die Schiene.“ Seither haben die Betriebssportler der Hansestadt im Rantzauer See und rund um Barmstedt ihre Landesmeisterschaft über die Triathlon-Sprintdistanz ermittelt.

Darüber sei die Barmstedter Identität aber etwas verloren gegangen, beklagt selbst der Hanseat Hahn. „Das Problem ist, dass sich der Triathlon als Hamburger Veranstaltung darstellte.“, sagte Hahn. Dabei war dies in der Vergangenheit nur ein kleiner Teil des Gesamtpakets. Zum Wettkampf gehörte außerdem ein Olympischer Triathlon (1,5 Kilometer Schwimmen/40 Kilometer Rad/10 Kilometer Laufen) und der Jedermann-Wettbewerb.

Auch ohne Organisationsverantwortung würden die Hamburger Betriebssportler den Meisterschaftsstandort im Kreis Pinneberg gern behalten wollen. „Barmstedt ist über die Sprintdistanz unsere erste Wahl“, stellte Hahn klar. Ob ein entsprechendes Rennen, in das sich der BSV einklinken könnte, ausgeschrieben wird, sei aber Sache des künftigen Veranstalters. Vom BMTV als möglichen neuen Co-Ausrichter war gestern keine Stellungnahme zu bekommen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen