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Fussball-Oberliga : Spitzenreiter trifft auf Remis-König

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Erster HR empfängt Condor. Rugenbergen will Bilanz gegen Curslack verbessern. VfL Pinneberg schielt aufs Hallenmasters.

63 Tore haben der hiesige Fußball-Oberligist SV Halstenbek-Rellingen und sein kommender Gegner, der SC Condor, zusammen an den zwölf bislang absolvierten Spieltagen geschossen – mehr als die letzten Fünf der Tabelle zusammen. HR und Condor haben die beiden gefährlichsten Offensivabteilungen der Liga. Das Aufeinandertreffen beider Klubs am Sonntag (14 Uhr) verspricht also torreich zu werden.

Schaut man sich die bisherigen Auftritte der Gäste an, wäre es auch nicht unwahrscheinlich, wenn sich beide Teams die Punkte teilen würden. Denn kein Team der Liga hat so oft Remis gespielt, wie der SC Condor (acht Mal). Dabei führten die Farmsener in ihren letzten beiden Partien zunächst deutlich, um dann doch noch die Punkte herzuschenken. Vor zwei Wochen in Elmshorn gab es ein 3:3 nach einer 3:0-Führung, gegen Altona 93 wurde jüngst eine 4:1-Führung verspielt (4:4).

Dass die „Raubvögel“ vom Berner Heerweg regelmäßig nach Führungen abstürzen – die große Chance für den Tabellenführer aus Halstenbek? „Nein“, sagt HR-Spielmacher Nikola Maksimovic und erläutert: „Condor zählt für mich zu den besten Teams der Liga. Ihr aktueller Tabellenstand spiegelt nicht unbedingt ihr Leistungsvermögen wider. Gegen Altona muss man erstmal 4:1 in Führung gehen. Das zeigt die große Qualität der Mannschaft. Warum sie das Spiel dann wieder aus der Hand gegeben haben, weiß ich nicht, aber wir dürfen nicht spekulieren, müssen uns auf unser eigenes Spiel konzentrieren.“

Das funktionierte zuletzt prächtig. HR ist das einzige noch ungeschlagene Team der höchsten Hamburger Spielklasse. Das soll auch am Sonntag so bleiben, zumal die Mannschaft vom Lütten Hall mit dem SC Condor noch eine kleine Rechnung offen hat.

Denn im vergangenen März warfen die Farmsener die Baumschuler aus dem Pokalwettbewerb (2:0), in einem Viertelfinalnachholspiel, das auf Grand unter – aus HR-Sicht – widrigen Platz- und Sichtverhältnissen ausgetragen wurde. „Das ist aber nicht mehr Thema bei uns. Wir haben mitterweile 15 Neuzugänge im Kader, die das nicht mehr interessiert. Insofern wollen wir einfach unsere Serie fortsetzen und ungeschlagen bleiben“, sagt Maksimovic.

Eine Rechnung könnte aber der SV Rugenbergen offen haben, der am Sonnabend (15 Uhr) den SV Curslack-Neuengamme empfängt. In der zurückliegenden Serie 2013/14 gab es für die Bönningstedter gegen die Deichkicker nämlich nichts zu holen. 1:3 unterlagen sie daheim – und noch schlimmer: 0:7 in Curslack am Gramkowweg. Aber auch SVR-Trainer Ralf Palapies will sich nicht von Revanchegelüsten leiten lassen: „Ganz ehrlich, das ist Vergangenheit. Aber ich weiß schon, dass uns Curslack in den vergangenen Jahren nie gelegen hat.“ Er weiß aber auch: „Curslack befindet sich derzeit im Umbruch. Langjährige Leistungsträger wie Sven Zöpfgen oder Marco Theetz sind gegangen. Sie sind derzeit Zehnter, wir Vierter – insofern sind es vertauschte Rollen. Ich hoffe nun, dass sich im Vergleich zu den Vorjahren auch die Ergebnisse vertauschen und wir unsere Bilanz gegen Curslack verbessern können“, scherzt Palapies, dem alle Spieler zur Verfügung stehen werden. Lediglich Dennis von Bastian musste Dienstag das Training wegen leichter Fußschmerzen vorzeitig abbrechen.

Aus dem Vollen kann auch der VfL Pinneberg vor der Partie am Sonntag beim Letzten SC Vier- und Marschlande (15 Uhr) schöpfen. „Seit langem sind mal wieder alle an Bord“, freut sich Ligamanager David Fock. Dennoch will Coach Michael Fischer das Team im Vergleich zum jüngsten 3:0 gegen den SC Victoria nicht umstellen. Möglich wäre höchstens, dass Alexander Borck (Schulter) geschont wird und an seiner statt Fabian Knottnerus in die Startelf rückt. Dass der kommende Gegner am vergangenen Wochenende sein erstes Ligaspiel gewinnen konnte (5:0 gegen Elmshorn) sieht Fock sogar als Vorteil: „Jetzt wissen unsere Spieler, dass das kein Selbstgänger wird, sind gewarnt.“ Fock fordert eine konzentrierte Vorstellung von Beginn an, damit sich der VfL (Dritter) oben festsetzen kann.

„Der Spielplan spricht für uns. Wir spielen jetzt gegen den Letzten, nächste Woche gegen den Vorletzten (Elmshorn, d.Red.), da wollen wir punkten, um bis zur Winterpause sicher unter die ersten Sieben des Tableaus zu kommen – dann nämlich hätten wir uns erneut für das Hallenmasters qualifiziert“, blickt Fock bereits ins Frühjahr 2015.

 

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erstellt am 24.Okt.2014 | 16:00 Uhr

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