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Fussball-Verbandsliga : Spitzenreiter, aber kein Spitzenteam

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Der VfR Horst verspielt eine 3:1-Führung.

Horst | Lars Lühmann traute seinen Augen nicht. Es war nicht einmal eine Minute gespielt, da lagen die Verbandsliga-Fußballer des VfR Horst bereits mit 0:1 gegen den MTSV Hohenwestedt im Hintertreffen. Ein folgenschwerer Fehler von Nils Niendorf ermöglichte den Gästen in Person von Jan-Jürgen Künstler einen Traumstart hinzulegen und sorgte beim VfR-Coach für ein Déjà-Vu-Erlebnis.

„Wir leisten uns derzeit einfach viel zu viele Fehler. Man kann da fast eine Schablone drüberlegen, da wir jede Woche uns das Leben selbst schwer machen. Wir sind momentan weit entfernt von einer Spitzenmannschaft“, merkte Lühmann kritisch an.

Dabei hatte es fortan den Anschein, als würde der Ligaprimus die Kurve bekommen. Horst ließ sich vom Fehlstart nicht aus dem Konzept bringen und glich durch Bastian Clasen nur sechs Minuten später zum 1:1 aus. Die Hausherren waren nun am Drücker und gingen dank Dragan Suta (32.) und dem zweiten Treffer von Clasen mit einer verdienten Zwei-Tore-Führung in die Kabine. Die Vorentscheidung? Mitnichten! „Zu Beginn des zweiten Durchgangs waren wir nicht präsent genug und haben uns erneut übertölpeln lassen“, ärgerte sich der VfR-Coach.

Die Dominanz der Lühmann-Elf war mit dem Wiederanpfiff verflogen, die Abwehr der Hausherren alles andere als Sattelfest und somit verkürzte Kevin Junge in der 51. Minute zum 2:3. Es sollte aus VfR-Sicht allerdings noch schlimmer kommen. Ausgerechnet Hohenwestedts-Trainer Dirk Schröder, der die Rolle des Spielertrainers bekleidete und immerhin schon 45 Jahre alt ist, glich in der 71. Minute zum 3:3 aus.

„Letztes Jahr haben wir Rückstände aufgeholt. Diese Saison schenken wir hingegen Führungen her“, kritisiert Lühmann. Es passte zum gebrauchten Nachmittag der VfR-Elf, dass Rene Thies eine aussichtsreiche Chance zum Siegtreffer in der 85. Minute ausließ und sich beide Teams am Ende mit einem 1:1-Unentschieden begnügen mussten. Ein Ergebnis und vor allem eine Leistung, die Lühmann ausgiebig analysieren wird. „Wir haben jetzt spielfrei und sind erst wieder am 29. November gefordert. Vielleicht tut uns diese Pause ganz gut“, so der Coach.

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erstellt am 17.Nov.2014 | 16:00 Uhr

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