Fussball-Verbandsliga : Spielern droht der Rauswurf

Die sonnigen Zeiten in Horst scheinen vorerst vorbei: Trainer Michael Fischer (Mitte) kündigte ernsthafte Gespräche an.
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Die sonnigen Zeiten in Horst scheinen vorerst vorbei: Trainer Michael Fischer (Mitte) kündigte ernsthafte Gespräche an.

Horst-Trainer Michael Fischer kritisiert Einstellung bei einigen seiner Akteure

shz.de von
10. März 2017, 16:02 Uhr

Sportlich liegen die Fußballer des VfR Horst eigentlich im Soll. Amtierender Steinburger Kreispokalsieger, dazu in der Verbandsliga Süd-West aktuell auf Rang fünf gelistet, der nächste Saison zur Teilnahme an der neu geschaffenen Landesliga berechtigt. Mit einem Sieg am Sonnabend, 16 Uhr, gegen den VfR Neumünster II können die Horster darüber hinaus einen direkten Konkurrenten um einen der ersten sieben Plätze auf Distanz halten. Doch ausgerechnet vor jenem Heimspiel gegen den Tabellensiebten rumort es gewaltig in Horst.

Der Grund: Trainer Michael Fischer wirft einigen seiner Spieler mangelnden Trainingseifer vor. „Zuletzt waren sechs Mann beim Training. Das geht nicht“, zürnt er. Statt Fußball hätten einige derzeit eher Konzerte, Partys und Co. im Kopf. Fischer weiter: „Natürlich betreiben die Jungs hier ein Hobby, doch in der Verbandsliga ist auch das mittlerweile leistungsorientiert. Jeder Spieler hat eine gewisse Verpflichtung dem Verein, den Sponsoren und den Zuschauern gegenüber.“

Darüber seien sich manche Akteure derzeit allerdings nicht bewusst, weshalb Fischer notfalls auch zu drastischen Maßnahmen greifen werde, um die Saisonziele nicht zu gefährden: „Wir lassen uns hier nicht auf der Nase herumtanzen. Wer mir keine plausible Erklärung liefern kann, der läuft Gefahr, aus dem Kader gestrichen zu werden.“ Und streichen hieße in diesem Fall der Rauswurf aus der ersten Mannschaft.

Konkret betroffen seien nach Auskunft des Trainers vier bis fünf Spieler. Stellen müssen diese sich ihm in Einzelgesprächen sowie beim heutigen Abschlusstraining. „Es wird rappeln“, kündigte Fischer an, der sich dadurch einen „Weckruf für den einen oder anderen“ erhofft.

Ein riskanter Plan, so kurz vor dem Duell mit dem Verfolger aus Neumünster. Dessen ist sich der 49-Jährige allerdings bewusst: „Sicherlich ein äußerst wichtiges Spiel. Aber ich bin bereit, dieses zu opfern, um anschließend wieder Ruhe zu haben.“

Verzichten muss Fischer verletzungsbedingt auf Florian Sommer, Oliver Jurkic, Wanja Petersen und Florian Rammer sowie auf den beruflich verhinderten Niels Niendorf. Er versichert aber: „Wir werden mit elf Mann auflaufen.“ Aufgefüllt werden soll das Aufgebot notfalls mit Spielern aus der Horster Zweiten.

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