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Fußball-Bezirksliga : Spielabbruch sorgt für Verwirrung

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

TSV Sparrieshoop klagt nach 0:1 gegen TSV Holm über den Schiedsrichter.

shz.de von
erstellt am 10.Mär.2015 | 16:00 Uhr

Die 0:1-Niederlage des TSV Sparrieshoop gegen den TSV Holm in der Fußball-Bezirksliga geht möglicherweise in die Verlängerung – und zwar beim Sportgericht des Hamburger Fußball-Verbandes. Auslöser hierfür ist ein Spielabbruch in der 82. Minute, nachdem Markus Steffen nach „einem Kopfball-Zweikampf“ von Schiedsrichter Kai Kleen (Sportfreunde Pinneberg) die Gelb-Rote Karte zu sehen bekommen hatte. Es war nach der Roten Karte gegen Torben Büchner (69., Notbremse an Fabian Jensen) der zweite Platzverweis gegen die Hausherren.

Dieser brachte die ohnehin schon seit dem umstrittenen Elfmeter zur Holmer Führung durch Fabian Tiede aufgebrachten Gemüter endgültig zum Überlaufen. Zum Teil heftige Unmutsäußerungen veranlassten den Referee dazu, das Sparrieshooper Trainergespann Christian Kullock/Kevin Reichmann erst hinter die Bande, dann jedoch noch weitergehend bis zur Würstchenbude zu verweisen. Hinter die Bande, ja. Bis zur Würstchenbude? Nein. Das machte Kullock mit dem Hinweis darauf, dass die Kompetenz des Schiedsrichters an der Bande ende, nicht mit. Als Konsequenz daraus brach der Schiedsrichter die Begegnung ab.

„Wir haben uns alle sehr aufgeregt“, gab TSV-Trainer Kullock zu und schilderte die Geschehnisse aus seiner Sicht: „Ich habe kein Problem damit, wenn ein Schiedsrichter schlecht pfeift. Das kommt vor“, sagte er und echauffierte sich: „Das heute aber war eine Frechheit. Der Schiedsrichter hat so einseitig gepfiffen, das war schon sehr, sehr auffällig.“ Was Kullock aber noch mehr erstaunte: „Der Schiedsrichter sagte zu mir, er trage das nicht als Abbruch, sondern als Endergebnis ein.“ Ein Nachspiel vor dem Sportgericht ist also vorprogrammiert, denn die Weigerung die Sportanlage zu verlassen ist kein Grund für einen Spielabbruch, wie das Sportgericht vor einiger Zeit in einem ähnlichen Fall entschied. „Das Spielende muss so um die 90. Minute herum gewesen sein“, sagte Holms Co-Trainer Nico Plocharska.

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