Fussball-Bezirksliga : Spielabbruch nach Notarzt-Einsatz beim Derby in Sparrieshoop

Marvin-Jay Gibau.
Marvin-Jay Gibau.

Verdacht auf Wadenbeinbruch. Und letztlich Spielabbruch beim Stand von 1:1.

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02. Dezember 2014, 16:00 Uhr

Der Schock saß allen noch eine Stunde später in den Knochen: 78. Spielminute, ein Flugball kommt lang in den Sparrieshooper Strafraum gesegelt. SSV-Stürmer Roman Dohrn, erst zehn Minuten zuvor eingewechselt, holt mit seinem Schussbein aus, will abziehen. TSV-Abwehrspieler Marvin-Jay Gibau geht parallel zum Ball, wird von Dohrns Schussbein voll an der Wade getroffen. Ein Aufschrei, der Krankenwagen wird gerufen – Spielunterbrechung. Verdacht auf Wadenbeinbruch. Und letztlich Spielabbruch beim Stand von 1:1.

Während Gibau sich vor Schmerzen krümmt, diskutieren Akteure und Verantwortliche. Nein, nicht über das eben Geschehene; das war ein Unglücksfall, einfach Pech. Da sind sich sowohl Andreas Behnemann, Trainer des SSV Rantzau, als auch sein Sparrieshooper Pendent, Christian Kullock, einig. „Das war ein Duell“, so Kullock. „Man muss menschlich bleiben“, antwortete Behnemann letztlich, nachdem knapp 30 Minuten später das Bezirksliga-Derby endgültig abgebrochen wird.

Das 1:1-Unentschieden interessiert zu diesem Zeitpunkt kaum noch jemanden, obwohl die Barmstedter insgesamt das bessere Team und auch mit den besseren Torchancen waren. Dennoch war Behnemann traurig, denn er hätte sich bei seinem – voraussichtlich – letzten Einsatz an der Seitenlinie ein anderes Ende gewünscht. Voraussichtlich, denn noch weiß niemand, ob der Hamburger Fußball-Verband diese Begegnung noch kurzfristig in diesem Jahr neu ansetzen wird. Sollte das nicht der Fall sein, dürfte nach Behnemanns Abschied der neue Trainer diese Aufgabe zu bewältigen haben. Dieses wird, entgegen veröffentlichten Meldungen, kaum Mario Steinhauer sein. Möglicherweise wird es Bernd Ruhser, der am gestrigen Sonntag zusammen mit Günther Thiel, dem zweiten Vorsitzenden des SSV Rantzau, die Köpfe zusammen steckte. Bestätigt wurde dies noch nicht, aber man darf gespannt sein.

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