zur Navigation springen

Kreisliga : Spielabbruch in der 96. Minute

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Der Schiedsrichter fühlte sich von einem bereits ausgewechselten Gencler-Spieler, der quer über den Platz auf ihn zulief, bedroht.

Die Emotionen schlugen hoch im Kreisliga-Spitzenspiel zwischen dem 1. FC Quickborn und Gencler Birligi. Zu hoch: In der 96. Minute brach Schiedsrichter Andre Busch (Germania Schnelsen) ab. Er fühlte sich von einem bereits ausgewechselten Gencler-Spieler, der quer über den Platz auf ihn zulief, bedroht.

Bis zur 90. Minute lag Tabellenführer Gencler mit 5:3 Toren hochverdient vorn, weil er das bessere Team war, doch dann erzielten die Quickborner in der Nachspielzeit drei Tore und gingen mit 6:5 in Führung. Als Busch dann in der sechsten Minute der Nachspielzeit mit Mesut Yildiz wegen Anrempelns des Schiris nach Feyyaz Kilic und Besim Ahmeti den dritten Spieler von Gencler Birligi des Feldes verwies, geriet die Partie endgültig aus dem Ruder. Bereits in der 78. Minute hatte das Spiel nach der Roten Karte gegen Besim Ahmeti kurz vor einem Abbruch gestanden. Es war für sechs Minuten unterbrochen, was auch die lange Nachspielzeit erklärte.

Der Vorsitzende von Gencler Birligi, Mehmet Karakavak, suchte die Schuld in erster Linie beim Schiedsrichter, der von anfang an gegen den Elmshorner Klub gewesen sei: „Wenn ein Schiedsrichter immer nur gegen uns pfeift, bleibt einfach kein Spieler ruhig. “ Dies habe bei der Farbe der Trikots angefangen: Weil er Orange (Quickborn) und Rot (Gencler) bei dem Flutlicht nicht auseinander halten konnte, untersagte Busch dies. Gencler hatte aber keine Ausweichtrikots mit. Letztlich holten die Quickborner schwarze Hemden hervor.

Weiter Vorwürfe von Karakavak in Richtung Schiedsrichter: „Er hat schon nach unserem ersten Tor unseren Team-Manager Süleyman Karakaya wegen zu lauten Jubelns hinter die Bande geschickt, in der zweiten Halbzeit auch unseren Trainer Metin Saribal wegen Reklamierens. Fouls und Gelbe Karten wurden nur gegen uns gepfiffen. Wenn Sercan Meric oder Eugen Shvaychenko hart angegangen wurden, hat er nichts gemacht.“

Für Quickborns Andreas Marten hat der Schiedsrichter nur konsequent von der ersten bis zur letzten Minute seine Linie beibehalten. Er sagte: „Wir haben uns darauf eingestellt, dass er so pfeift, und haben dadurch selbst auch nur eine Gelbe Karte bekommen. Nach dem zweiten Platzverweis hat er beide Kapitäne zu sich geholt und darauf hingewiesen, dass er die Begegnung abbricht, wenn Personen auf dem Platz laufen oder es unangemessene Kommentare gibt. Weil in der Nachspielzeit ein Spieler auf ihn zulief, hat er das Spiel abgebrochen. Ich glaube, Gencler Birligi hatte sich auf den Schiedsrichter eingeschossen. Es war allerdings von ihm übertrieben, nach dem ersten Tor einen Gencler-Vertreter hinter die Bande zu schicken.“

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen