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Fussball-Oberliga : Später Jubel in Wedel

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Tor in der Nachspielzeit beschert Wedeler TSV 2:1-Derbysieg gegen den VfL Pinneberg

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2017 | 16:00 Uhr

Die Fußballer des Wedeler TSV haben in der Oberliga Hamburg einen Last-Minute-Sieg im Derby gegen den VfL Pinneberg gefeiert. In der zweiten Minute der Nachspielzeit sorgte Mark Hinze nach einem Freistoß von Sonay Hayran für den 2:1 (0:0)-Erfolg der Rolandstädter. So richtig zufrieden war WTSV-Trainer Jörn Großkopf aber nicht mit der Vorstellung seiner Elf. „Wir haben eine grausame erste Halbzeit gespielt und nur mitgebolzt“, sagte Großkopf, der in seiner Kabinenansprache einen lauteren Tonfall gewählt hatte.

Nach weitestgehend ereignislosen ersten 45 Minuten waren es dann aber zunächst die Gäste aus Pinneberg, die dem Spielverlauf ihren Stempel aufdrückten. Angreifer Jan-Hendrik Kaetow zeigte sich vor Wedels Torhüter Stefan Steen eiskalt und vollstreckte zum 1:0 (58.). Wenig später hätte Sturmkollege Kevin Koyro für den VfL erhöhen können, im letzten Moment wurde er jedoch von der Wedeler Defensive am Torerfolg gehindert (66.). Für Koyro sollte es bereits die letzte Aktion im Derby gewesen sein, Artur Frost bekam jetzt das Vertrauen von Trainer Thorben Reibe (69.).

Aus Sicht des VfL-Coaches entwickelte sich das Spiel aber nun in die falsche Richtung. Wedel verbuchte in Durchgang zwei ein deutliches Plus an Ballbesitz und münzte diesen schließlich auch in Zählbares um. In der 73. Minute stürmte Marcus Richter auf das Gäste-Gehäuse zu, Jan-Philipp Zimmermann ließ das Bein stehen – Elfmeter. Ex-VfL-Spieler Jan Eggers ließ sich nicht zwei Mal bitten und sorgte vom Punkt für den verdienten Ausgleich. Als Hinze in der 90. Minute aus Nahdistanz am glänzend reagierenden Norman Baese scheiterte, deutete vieles schon auf ein Remis im Elbestadion hin. Doch das letzte Wort hatte der Kapitän des WTSV.

„Wir müssen cleverer sein“, kritisierte VfL-Trainer Reibe und meinte damit das „zu brave“ Auftreten seiner Mannschaft. Pendant Großkopf sagte zur zweiten Halbzeit: „Pinneberg muss das 2:0 machen – und sowas wird dann bestraft. Trotzdem werden sie nicht absteigen.“ Um den Klassenerhalt zu sichern, braucht der VfL nach Einschätzung von Reibe aus den verbleibenden sechs Spielen noch einen Sieg: „Aber den werden wir schon holen.“

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