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Fußball-Landesliga-Interview : „Sind nicht realitätsfremd“

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Elmshorns Teammanager Rainer Klaar spricht über die aktuelle Situation des Landesligisten.

shz.de von
erstellt am 23.Okt.2015 | 16:00 Uhr

Ende des vergangenen Jahres wurde das neue Führungs-Quartett des FC Elmshorn ins Leben gerufen. Die Verantwortlichen Uwe Wölm (Sportlicher Leiter), Rainer Klaar (56, Teammanager), Dennis Gersdorf (Trainer) und Michael Homburg (Präsident) wollten fortan der Landesliga-Mannschaft des FCE ein neues Gesicht verleihen und „eine junge, torhungrige Mannschaft aufbauen,“ wie Klaar damals verlauten ließ. Knapp zehn Monate später findet sich der FCE auf dem vorletzten Tabellenplatz der Hammonia-Staffel wieder und befindet sich in akuter Abstiegsgefahr. Grund genug um mit Rainer Klaar über die bisherige Arbeit des „Viergesteins“, die Rolle von Trainer Dennis Gersdorf und die Chancen im Abstiegskampf zu sprechen.

Herr Klaar, wann haben Sie zuletzt mit dem Rest des Führung-Quartetts gesprochen?
Rainer Klaar:
Mit Uwe Wölm tausche ich mich fast täglich aus. Mit Trainer Dennis Gersdorf spreche ich wöchentlich beim Training oder vor den Ligaspielen und auch mit Michael Homburg pflege ich einen regelmäßigen Kontakt.

Wie fällt Ihr Fazit bezüglich der Zusammenarbeit aus?
Es herrscht eine gute Stimmung unter uns vier Protagonisten. Wir sprechen alle wichtigen Themen offen an und fällen danach eine demokratische Entscheidung. Ich glaube wir haben bislang unsere Vorstellungen gut umgesetzt.

Wie sahen die aus?
Wir wollten Ruhe in den Verein bringen und ein neues Image aufbauen. Weg vom sogenannten FC Hollywood, wie der Verein teilweise in den Medien genannt wurde, und in Ruhe ein neues, junges Team aufbauen. Ruhe ist eingekehrt, nur sportlich sind wir hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Sie sprechen es an: Der FCE belegt den vorletzten Tabellenplatz und steckt tief im Abstiegskampf. Haben Sie mit einer derartigen Konstellation gerechnet?
Uns war klar, dass eine schwere Zeit auf uns zukommen würde. Ehrlich gesagt hatte ich mir dennoch eine bessere Punkteausbeute ausgerechnet. Mit sechs Zählern haben wir mindestens sechs Punkte zu wenig eingefahren. Und dennoch bleibe ich dabei: Wir haben die Qualität um in der Klasse zu bleiben.

Woran liegt es dann, dass die Mannschaft diese Qualität nur so selten abruft?
Meiner Meinung nach ist das vor allem eine mentale Frage. Die Jungs stehen sich meist selbst im Weg. Es fehlt der sogenannte Brustlöser.

Welche Schuld trägt Trainer Dennis Gersdorf an der aktuellen sportlichen Situation?
Dennis Gersdorf leidet wie kein Zweiter unter den fehlenden Ergebnissen. Wir im Verein stehen zu hundert Prozent hinter dem Trainer. Die Spieler sind aktuell gefordert, der Coach kann nicht auch noch aufs Feld gehen und die Tore schießen. In den nächsten beiden Heimspielen gegen TBS Pinneberg und VfL Pinneberg II müssen mindestens vier Zähler her.

Der Glaube an die Wende ist bei Ihnen weiter vorhanden. Beschäftigen Sie sich dennoch bereits mit dem Thema Abstieg?
Wir wären realitätsfremd, wenn wir die nackten Zahlen ausblenden und davon ausgehen würden, dass wir auf jeden Fall in der Liga bleiben. Eins ist auch klar: Ein Abstieg hat noch keinen Verein umgebracht, er würde uns aber auch nicht weiterhelfen.

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