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Boxen : Sie suchen neue Gegner

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Boxen: Eda Öztürk und Murat Ersoy hoffen auf Einsätze bei den Nordmeisterschaften in Elmshorn

shz.de von
erstellt am 09.Apr.2014 | 16:00 Uhr

Ja, klar nervt es sie, wenn aus dem angedachten Kampf nichts wird. Eine Erfahrung, die Eda Öztürk gerade vor Landesmeisterschaften in den vergangenen Jahren schon öfters machen musste. Eine passende Gegnerin, gleiches Alter und gleiche Gewichtsklasse, ist aber in Schleswig-Holstein schwer zu finden für die 16 Jahre alte Boxerin vom AC Einigkeit Elmshorn. Am Sonnabend, 12. April, wird es anders sein, wenn in der Olympiahalle die Nordmeisterschaften ausgetragen werden (Beginn: 14 Uhr). Da ist sich auch ihr Trainer Zekeriya Yücel sicher. „Mecklenburg-Vorpommern hat starke Boxerinnen“, sagt er.

Den Spaß am Boxen hat Eda Öztürk trotzdem in all den Jahren nie verloren, seitdem sie das erste Mal die dicken schwarzen Handschuhe übergezogen hat. Im Verein löst die nur 1,54 Meter große Faustkämpferin das Problem der der bislang fehlenden Mädchen ganz pragmatisch. Im Sparring boxt sie eben die Jungs. Vielleicht notgedrungen, denn so richtig zufrieden scheint sie mit dieser Lösung nicht zu sein. „Die Jungs haben nicht so richtig gekämpft, sondern sich zurückgehalten, weil ich ein Mädchen bin“, sagt sie und lacht. Ausnahme: Einmal hat sie eine blaue Nase hat aus dem Training davongetragen. „Das war aber keine Absicht.“

Einer derjenigen, der dann unter wettkampfähnlichen Bedingungen Jab, Haken und rechte Gerade einübt, ist Murat Ersoy, ebenfalls 16 Jahre alt. Auch er hofft auf einen Einsatz bei den Nordmeisterschaften, obwohl er im Verein und im Land „nur“ die Nummer zwei hinter Metin Sükmen ist. Doch zum Glück gibt es neben der eigentlichen Norddeutschen Meisterschaft auch die Internationale Norddeutsche Meisterschaft, in welcher der Neuntklässler von der Boje-C.-Steffen-Gemeinschaftsschule am Koppeldamm dann in den Ring steigen darf.

„Ich bin immer ein bisschen nervös“, gesteht Murat Ersoy, der vor vier Jahren das erste Mal im Ring stand. Er sei schnell auf den Beinen, erzählt der Konterboxer von seinen Stärken. „Boxen ist die einzige Sportart, die mich zieht. Es macht mehr Spaß als Fußball und alle anderen Sportarten“, erzählt er, der sich außer im Fuß- auch im Handball und Schwimmen versucht hat. Vor allem die Krafteinheiten mit Liegestützen für den Muskelaufbau mag er. Das hat in den letzten Kämpfen Früchte getragen. „Er hat mich richtig überrascht und nutzt seine Stärken aus“, lobt Yücel, der hofft, am Sonnabend insgesamt acht Boxer aufbieten zu können.


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