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Fußball-Oberliga : Show der Ex-Elmshorner

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Beim Kreis Pinneberger Derby schießt Thorben Reibe seinen VfL Pinneberg zum 2:1 Sieg beim FC Elmshorn. Dabei waren die Halbzeiten grundverschieden.

shz.de von
erstellt am 02.Dez.2013 | 16:00 Uhr

Das ist eine der Geschichten, die nur der Fußball schreibt. Im ersten Oberligaspiel dieser Saison zwischen dem VfL Pinneberg und dem FC Elmshorn (Endstand 1:1) war Thorben Reibe Schütze des Elmshorner Führungstreffers. Am Sonnabend traf der Routinier beim erneuten Aufeinandertreffen der beiden Kreisrivalen erneut, diesmal aber für den VfL. Es war der 2:1-Siegtreffer für die Gäste an der Elmshorner Wilhelmstraße – wenn auch unter gütiger Mithilfe von FCE-Innenverteidiger Patrick Scheidt mit einem kapitalen Fehlpass. „Den hat er nicht gesehen“, nahm Achim Hollerieth einen seiner Zuverlässigsten für diesen „Bock“ in Schutz.

Reibe war nicht der einzige Ex-Elmshorner, der sich vor allem in der zweiten Halbzeit in den Mittelpunkt spielte. Gleich fünf früher an der Wilhelmstraße aktive Kicker bot VfL-Trainer Michael Fischer auf. Flemming Lüneburg bereitete den Pinneberger Ausgleich durch Sascha Richert (55.) – war übrigens auch im Hinspiel für HR erfolgreich – vor, dem Reibe eine Minute später die Gäste-Führung folgen ließ. Damit war die Partie gedreht, in der der FCE nach 22 Minuten verdient in Führung gegangen war. Yannick Sottorf zog aus 17 Metern flach ab.

Vor 265 zahlenden Zuschauern entwickelte sich ein immer spannendes, phasenweise hochklassiges Derby mit zwei grundverschiedenen Halbzeiten. Der FCE begann ungeachtet der Serie von fünf sieglosen Spielen in Folge engagiert und setzte die Gäste bereits an deren Strafraum unter Druck. Die Folge war ein deutliches Übergewicht, das sich auch in Torchancen ausdrückte. Maurizio d’Urso verzog aus ähnlicher Position wie Sottorf knapp, Heiko Ansorge traf die Latte und Jan-Hendrik Kaetow wurde bei einem Kopfball zurückgepfiffen.

Von all dem war nach dem Seitenwechsel kaum noch etwas zu sehen. Pinneberg bewies nun genau jene Qualitäten wie der Elmshorn in Durchgang eins. Die Hausherren wussten dem wenig entgegenzusetzen. Selbst mit fünf Offensiven lief der Ball kaum einmal gefährlich nach vorne. Der Pfostentreffer von Milos Ljubisavljevic entsprang eher dem Zufall denn einem durchdachten Spielzug. Und so war Thorben Reibe nach 90 Minuten beim VfL Pinneberg ein gefeierter Mann – eine typische Fußballgeschichte.

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