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American Football : Selbst gemachte Brownies als Dank

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Wie das US-Quartett der Elmshorn Fighting Pirates sich eingelebt hat.

shz.de von
erstellt am 20.Mai.2017 | 16:00 Uhr

So amerikanisch wie nie präsentieren sich die Elmshorn Fighting Pirates in dieser Saison und vor dem American Day am Sonntag mit dem Heimspiel gegen die Hamburg Pioneers (15 Uhr, Krückaustadion). Gleich vier US-Amerikaner sollen dem Football-Team dabei helfen, den ersehnten Sprung zurück in die 2. Bundesliga, die German Football League 2, zu schaffen. Jüngster Neuzugang ist Quarterback Guillermo Serrano (23), der erst vor eineinhalb Wochen in Elmshorn angekommen ist. Einige Tage länger beim Team sind Runningback Cody Coleman (24), Linebacker Chris Beaulaurier (23) und Defensive-Line-Spieler Michael Douglas (25).

Die Stimmung ist trotz der vor einer Woche bei den Ritterhude Badgers erlittenen 14:15-Niederlage gut bei dem US-Quartett. „Es ist fantastisch, hier zu leben“, sagt etwa Chris Beaulaurier. „Unsere Teammitglieder haben uns wirklich sehr herzlich willkommen geheißen. Es ist noch besser, als ich es erhofft habe.“ Und Michael Douglas ergänzt: „Es ist eine familiäre Atmosphäre hier.“

Der „Big Mike“ genannte Brocken aus der Defensive-Line – 145 Kilogramm verteilt auf 1,93 Meter Körpergröße – hat auch schon festgestellt: Bei Mitspieler Johannes Jermies gibt’s leckere Burger. Aber auch süße Leckereien gab es bereits von Eltern, deren Kinder die US-Amerikaner trainieren. „Man hat mir selbst gemachte Brownies mitgebracht“, erzählt Douglas – und der Nuss-Schoko-Kuchen schmeckte mindestens genauso gut wie in den USA.

Etwaige überschüssige Kalorien trainieren alle vier regelmäßig ab, auch wenn die Mannschaft nur an zwei Abenden der Woche auf dem EMTV-Platz am Koppeldamm zu regelmäßigen Einheiten zusammenkommt. Da sind alle aus ihrer College-Zeit in den Staaten anderes gewohnt. „Da haben wir vier- bis fünfmal pro Woche trainiert“, sagte Cody Coleman. Der flinke Runningback hat aber einen guten Ausgleich gefunden. „Wir verbringen viel Zeit im Fitness-Studio“, sagte er.

Das US-Quartett lebt im gleichen Haus. Colemann und Beaulaurier sowie Douglas und Serrano teilen sich jeweils zu zweit eine Wohnung. „Das schweißt uns als Gruppe zusammen“, findet Serrano, der als jüngster Neuzugang natürlich von den bereits gemachten Erfahrungen der anderen drei profitiert.

Auf dem Feld indes soll Serrano als Quarterback vorangehen. Pirates-Headcoach Jörn Maier hatte ihm bereits vergangene Woche nach nur einer Trainingseinheit die Spielführung bei der 14:15-Auswärtsniederlage gegen die Ritterhude Badgers übertragen. „Ich hasse es, zu verlieren, aber wir müssen daraus lernen, hart arbeiten und zurückschlagen“, sagt der US-Amerikaner mit mexikanischen Wurzeln.

Serrano verdrängt damit Nachwuchstalent Christoffer Jensen aus der Anfangsformation. Ihm traue er die Rolle als Starting-Quarterback zwar durchaus zu, sagte Maier, aber man habe dem 20-Jährigen die Last der Verantwortung von den Schultern nehmen wollen. „Außerdem wollen wir ihm jemanden an die Seite stellen, von dem er sportlich viel lernen kann“, so Maier

Sportlich geht es für die Pirates darum, am Sonntag gegen die Hamburg Pioneers wieder in die Spur zu kommen. Noch ein Ausrutscher, und das Ziel Aufstieg geriete bereits in dieser frühen Phase der Saison in Gefahr. Daran verschwenden die Gast-Spieler keinen Gedanken. „Ich weiß um die lange Rivalität mit den Pioneers. Ich erwarte, dass unser Team mit viel Feuer aus der Kabine kommt“, sagt Beaulaurier. Gutes Omen: Vergangenes Jahr gewannen die Seeräuber am American Day gegen die Hanseaten 27:19.

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