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Fußball-Bezirksliga : Seestermühe im Regen

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Nur ein Punkt aus zwei Nachholspielen hilft dem TSV im Abstiegskampf nicht weiter

Für Andreas Hermeling war das Osterfest spätestens am Montagnachmittag endgültig gelaufen. Zerknirscht stand der Trainer des abstiegsgefährdeten Fußball-Bezirksligisten TSV Seestermüher Marsch im Nieselregen etwas abseits des Sportplatzes. Aus zwei Spielen hatten seine Märschler, die aktuell den zwölften Tabellenplatz in der Staffel West belegen, über die Feiertage nur einen Punkt geholt. Zu wenig für Hermeling, zumal die Seestermüher in den zusammen 180 Spielminuten nicht einmal ein einziges Tor zustande brachten: 0:1 gegen Spitzenreiter Niendorfer TSV II und 0:0 gegen Tabellennachbar SC Ellerau.

Für das Spiel gegen den Tabellenführer standen die Vorzeichen nicht gut. Gleich fünf Akteure hatten es vorgezogen, zum Hochseeangeln zu fahren anstatt Fußball zu spielen. „Dass über Ostern Nachholspiele angesetzt werden, kommt eigentlich nicht überraschend und in unserer Situation sind wir auf jeden Mann und jeden Punkt angewiesen“, sagte Hermeling verärgert, der auf Unterstützung aus der zweiten Mannschaft angewiesen war. Dennoch verkauften sich die Hausherren trotz des zusammengewürfelten Kaders überraschend gut, hätten in der ersten Halbzeit gleich mehrfach in Führung gehen können. Einen Ausrutscher der Seestermüher Hintermannschaft nutzten ihrerseits die Hamburger in der 23. Minute zum einzigen Tor der Partie. „Ein Punkt wäre mehr als verdient gewesen. Aber wahrscheinlich steht Niendorf genau deswegen da oben in der Tabelle: Die behalten die Nerven, warten ab und nutzen clever ihre Chancen“, analysierte Zuschauer und Ex-Fußballchef Volkert Dupke die Partie.

Noch wichtiger als im Spiel gegen Niendorf II wäre für den TSV Seestermüher Marsch allerdings ein Sieg gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, SC Ellerau, am Ostermontag gewesen. Zumindest personell erholt, bot der TSV aber ein völlig anderes Bild als zwei Tage zuvor. Bei stürmischem Wind und Nieselregen verstand es keines der beiden Teams, sich einen entscheidenden Vorteil herauszuspielen. Die wenigen Torschüsse im Kellerkrimi verfehlten ihr Ziel nicht zuletzt wegen des Sturms zumeist deutlich. Der vermeidliche Siegtreffer durch Matthias Correia de Almeida kurz vor dem Abpfiff wurde vom Schiedsrichter wegen Abseitsstellung nicht anerkannt – zudem handelte sich Mike Tiedemann in der Schlussminute eine Rote Karte wegen angeblichem Ellenbogencheck gegen Elleraus Keeper ein. „Das war definitiv ein Tick zu wenig“, fasste Hermeling zusammen.

Für eine Schocksekunde sorgte nach einer Viertelstunde ein Duell, bei dem Elleraus Dennis Plaschnik und ein Gegenspieler mit den Köpfen zusammen prallten. Plaschnik wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht: Verdacht auf Kieferbruch.

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erstellt am 30.Mär.2016 | 16:00 Uhr

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