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Fussball-Landesliga : Schock in Schenefeld: Spieler bewusstlos

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 06.Okt.2014 | 16:00 Uhr

Am Tag danach gab Fußball-Abteilungsleiter Andreas Wilken Entwarnung. Haji Jamal, Mittelfeldspieler von Blau-Weiß 96, hat im Landesliga-Punktspiel gegen den SC Victoria Hamburg II einen doppelten Nasenbeinbruch und eine Gehirnerschütterung, aber nach einem Atem-Stillstand keine Folgeschäden erlitten.

Im ersten Moment war Schlimmeres befürchtet worden, nachdem Jamal in der 68. Minute der Partie einen Schlag an den Kopf, den der Schiedsrichter nicht als Foul wertete, abbekommen hatte und zu Boden gesunken war. Wilken eilte zum Tatort, ohne den Pfiff abzuwarten. „So, wie Haji gefallen ist, war mir sofort klar, dass er nicht mehr bei Bewusstsein war.“ Der Ersthelfer stellte keinen Pulsschlag beim Spieler mehr fest, zog die nach hinten gerutschte Zunge aus dem Rachen und drehte Jamal in die stabile Seitenlage. Es könnten Maßnahmen gewesen sein, die dem Afghanen das Leben retteten. 25 Minuten hieß es dann auf die Rettungssanitäter warten. Auf Wunsch einiger geschockter Schenefelder Spieler beendete Schiedsrichter Omar Amarkhel (MSV Hamburg) die Partie bei einer verdienten 2:0-Führung der Gäste vorzeitig.

„Wie das Spiel nun gewertet wird, ist mir vollkommen egal“, sagte Andreas Wilken. Haji Jamal durfte die Altonaer Asklepios-Klinik nach zwei Nächten verlassen.


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